Nun ging es munter weiter. Wir wollten uns alle zum Abendessen im Restaurant am Strand treffen.
Dies war für uns etwa einen Kilometer entfernt, und wir hatten so unsere Probleme der Wegbeschreibung im Dunkeln zu folgen. Dann kamen wir doch an und unter großem "Hallo" wurde man allerseits begrüßt. Es waren ungefähr 50 Personen anwesend.Das Restaurant hatte wohl sowieso nur für uns geöffnet, da die Badesaison auch im schönsten Herbst aller Zeiten eine Ende gehabt hatte.
Es gab Salat mit Hähnchenschenkeln. Das Ganze sah etwas übersichtlich aus, da der Salatteller vorweg kam und dann eben nur noch die Hähnchen, ohne Deko oder Beilage. Aber man konnte so viele von den Dingern essen, wie man wollte, und sie schmeckten sehr gut. Wir hatten uns alle viel zu erzählen, wie ja unter Reitern üblich, und so ging der Abend schnell vorbei.
Zurück in der Wohnung las ich noch ein wenig, schlief dann aber fast über dem Buch ein. Da die Bude erst spät beheizt worden war, weil sie eigentlich an dem Wochenende nicht vermietet sein sollte, gingen wir mit dicken Socken ins Bett. Morgens um fünf Uhr allerdings waren die Socken dann überflüssig, es war mollig warm und angenehm.
Obwohl ich erst um halb acht zum Füttern ging, war ich die Erste. Ich hatte mich bereit erklärt, noch ein Pony mit zu füttern, weil die Besitzerin in einer der Ferienwohnungen übernachtete, die ein Stück entfernt waren. So schleppte ich Heulage heran und gab den Ponys Wurzeln und beziehungsweise Handvoll Müsli. Dann kam der Hofbesitzer und verteilte großzügig Hafer. Gut zu wissen, denn eigentlich waren wir doch für das Kraftfutter selbst verantwortlich.
Da die Pferde alle viel arbeiten sollten, schadete es ihnen aber nicht, und auch mein Kleinster durfte ein wenig Kraftfutter haben.
Nun ging es wieder ins Restaurant zum Frühstück. Uns erwartete ein reichhaltiges Buffet und
aufgeregte Reiter. Es schmeckte sehr gut und es wurde besprochen, wann sich die Reiter treffen sollten.
Nach dem Essen ging es schnurstracks in den Stall zum Pferde putzen und satteln. Der Treffpunkt war an einem riesigen Hügelgrab ganz bei uns in der Nähe, so dass wir vor den Anderen dort waren. Es war ein tolles Bild, als die anderen Reiter mit ihren Pferden die Straße heraufkamen. Dann gab eine schnelle Gruppeneinteilung und schon ging es los.
Ich ritt in der Gruppe mit, die springen wollte und nach einigen hundert Metern Schritt wurde auch schon angetrabt und galoppiert. Was für ein Erlebnis! Einige Pferde waren noch sehr aufgeregt und bockten ein wenig herum, aber im Ganzen war die Gruppe sehr harmonisch. Schon ging es über die ersten Hindernisse und bergauf und bergab durch den Wald und über die Felder.
Die Leihpferde kannten den Weg und wussten genau, wie die Hindernisse zu springen war und auch Ali Baba tat so, als würde er die Strecke täglich gehen, wunderbar!
An einem Hindernis war allerdings ein Baumstamm vorgerollt. Ich hatte wenig Abstand zum Vordermann, dessen Pferd dann auch kurz stockte und sah es erst im letzten Moment. Mein Pony reagierte aber sofort auf meine Hilfe und sprang riesengroß ab, so dass wir gut herüberspringen konnten. Leider hatte der Reiter nach mir nicht so viel Glück. Sein Pferd kam entweder gegen den Baumstamm oder gegen das Hindernis. Man hörte nur ein lautes Poltern, dann kam leider das Pferd herrenlos hinter uns her.
Zum Glück konnte der gute Mann, wenn auch unter Schmerzen, weiterreiten. Es schien nicht ganz so schlimm zu sein. Später stellte sich allerdings heraus, dass er ein Schlüsselbein gebrochen hatte.
Nachdem wir etwa eine Stunde geritten waren, kamen wir am Strand an. Was für eine schöne Aussicht. Wir durften auch mit den Pferden in die Ostsee. Ali Baba war mutig und kühn, bis die erste Miniwelle ihm die Hufspitzen nass machte. Nein, das wollte er nicht. So blieben wir am Strand und beobachteten die Anderen.
Wir trafen dort auch auf die andere Gruppe von Reitern, und auch die Mitstreiter ohne Pferd hatten sich eingefunden. Sie verteilten kleine Schnäpse und sammelten die Gamaschen und Hufglocken ein, die inzwischen munter in der Ostsee schwammen. Was würden wir ohne sie tun? An dieser Stelle ein großer Dank an euch!
Nun ging es ungefähr den Weg zurück, den die andere Gruppe gekommen war. Irgendwann trennte sich unsere Gruppe in die Leute, die beim Schloss wohnten, und uns, die beim Herrenhaus wohnten.
Fortsetzung folgt...
In diesem Blog geht es um Pferde, reine ätherische Öle, Tierkommunikation und das Leben als Pferdehalter in Eigenregie.
Donnerstag, 13. November 2014
Dienstag, 11. November 2014
Ein Wochenendausflug mit Pferd, Teil I
Seit einem halben Jahr freute ich mich auf den bevorstehenden Ausflug nach Karlsminde. Es handelt sich hierbei um eine, von unserem Reitverein bezuschusste, Veranstaltung. Man kann ein Wochenende an der Ostsee verbringen, mit den Pferden im Salzwasser baden, darf am Strand reiten und durch Felder, Wiesen und Wälder mit kleinen Natursprüngen reiten in einer großen Gruppe.
Insgesamt also eine sehr aufregende Sache. Wir hatten uns zu Viert abgesprochen, um in einer Wohnung zu übernachten, genau gegenüber vom Herrenhaus. Leider konnte eine Reiterin nicht mitkommen, da der Pferdeanhänger, den sie leihen wollte, defekte Bremsen hatte und in die Werkstatt musste. Die nächste Teilnehmerin sagte am Abend vor der Abreise ab, weil sie stark erkältet war.
Da sie mein Pony reiten sollte, musste ich meinen Männern nun erst mal erklären, dass sie auf drei statt auf zwei Pferde zu Hause aufpassen mussten, und Grace muss ja auch immer ihre Sonderbehandlung haben, da sie nicht so lange auf die Wiese darf, wie die anderen. Ali Baba hingegen trug es mit Fassung, hatte ich doch extra noch eine Abschwitzdecke für Grace gekauft, die nun er bekam. Das fand er gut.
Nun nahm ich im Auto die verbliebene Bekannte mit, die in Karlsminde nicht reiten wollte, sondern einfach das Wochenende genießen wollte, wie viele Andere auch, packte das Pony ein, und wir fuhren los.
Unterwegs stellte ich fest, dass das Auto immer mehr nach Öl stank. Ich malte mir die schlimmsten Dinge aus, aber der Benz rollte brav weiter und quälte sich mit dem schweren Anhänger. Wir kamen super durch und nach weniger als zwei Stunden waren wir am Ziel. Der ganze Ort scheint einer Familie zu gehören, und ich war froh über meine Beifahrerin, die den Weg vor vielen Jahren schon ein Mal gefahren war und ein sehr gutes Ortsgedächtnis hat.
Ich hielt also mitten auf dem Hof, schaute flugs nach dem Pony und machte die Motorhaube auf. Da bekam ich einen Riesenschreck, weil überall Öl verteilt war. Es stellte sich heraus, dass mein Göttergatte nach dem Öl geschaut hatte, dabei auch den Deckel geöffnet hatte und der nicht wieder ganz verschlossen war aus irgendeinem Grund. Also Motor abkühlen lassen, Deckel festdrehen und grob das Öl wegwischen. Da war ich schon sehr erleichtert, weil das Auto nun auch schon in die Oldtimer-Jahre gekommen ist.
Nachdem wir das Pony ausgeladen hatten und in die ihm gehörende Box verfrachtet hatten, begaben wir uns auf Wohnungssuche. Die Wohngelegenheit, die wir eigentlich haben sollten war nicht bewohnbar, da dort die Heizung ausgefallen war. Es stellte sich heraus, dass wir nun, sehr zu meiner Freude, direkt neben dem Stall wohnten und eine Wohnung hatten, die so groß war, dass wir mit sieben Leuten auch noch genügend Betten und Platz gehabt hätten. Was für ein Luxus!
Wir hatten nun nicht gerade die modernste Unterkunft, aber sehr viel Platz und ganz viel Ruhe.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging ich noch mal zum Stall und erklärte Ali Baba, dass er wirklich in einer Box stehen müsste, aber dafür Unmengen von Heulage und Stroh hatte. Er hatte sich auch schon mit dem Nachbarpony angefreundet und zusammen lungerten sie beim jeweiligen Besitzer und erklärten gemeinschaftlich, dass sie überhaupt nichts zu fressen bekommen hätten. Aha....
Fortsetzung folgt!
Insgesamt also eine sehr aufregende Sache. Wir hatten uns zu Viert abgesprochen, um in einer Wohnung zu übernachten, genau gegenüber vom Herrenhaus. Leider konnte eine Reiterin nicht mitkommen, da der Pferdeanhänger, den sie leihen wollte, defekte Bremsen hatte und in die Werkstatt musste. Die nächste Teilnehmerin sagte am Abend vor der Abreise ab, weil sie stark erkältet war.
Da sie mein Pony reiten sollte, musste ich meinen Männern nun erst mal erklären, dass sie auf drei statt auf zwei Pferde zu Hause aufpassen mussten, und Grace muss ja auch immer ihre Sonderbehandlung haben, da sie nicht so lange auf die Wiese darf, wie die anderen. Ali Baba hingegen trug es mit Fassung, hatte ich doch extra noch eine Abschwitzdecke für Grace gekauft, die nun er bekam. Das fand er gut.
Nun nahm ich im Auto die verbliebene Bekannte mit, die in Karlsminde nicht reiten wollte, sondern einfach das Wochenende genießen wollte, wie viele Andere auch, packte das Pony ein, und wir fuhren los.
Unterwegs stellte ich fest, dass das Auto immer mehr nach Öl stank. Ich malte mir die schlimmsten Dinge aus, aber der Benz rollte brav weiter und quälte sich mit dem schweren Anhänger. Wir kamen super durch und nach weniger als zwei Stunden waren wir am Ziel. Der ganze Ort scheint einer Familie zu gehören, und ich war froh über meine Beifahrerin, die den Weg vor vielen Jahren schon ein Mal gefahren war und ein sehr gutes Ortsgedächtnis hat.
Ich hielt also mitten auf dem Hof, schaute flugs nach dem Pony und machte die Motorhaube auf. Da bekam ich einen Riesenschreck, weil überall Öl verteilt war. Es stellte sich heraus, dass mein Göttergatte nach dem Öl geschaut hatte, dabei auch den Deckel geöffnet hatte und der nicht wieder ganz verschlossen war aus irgendeinem Grund. Also Motor abkühlen lassen, Deckel festdrehen und grob das Öl wegwischen. Da war ich schon sehr erleichtert, weil das Auto nun auch schon in die Oldtimer-Jahre gekommen ist.
Nachdem wir das Pony ausgeladen hatten und in die ihm gehörende Box verfrachtet hatten, begaben wir uns auf Wohnungssuche. Die Wohngelegenheit, die wir eigentlich haben sollten war nicht bewohnbar, da dort die Heizung ausgefallen war. Es stellte sich heraus, dass wir nun, sehr zu meiner Freude, direkt neben dem Stall wohnten und eine Wohnung hatten, die so groß war, dass wir mit sieben Leuten auch noch genügend Betten und Platz gehabt hätten. Was für ein Luxus!
Wir hatten nun nicht gerade die modernste Unterkunft, aber sehr viel Platz und ganz viel Ruhe.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging ich noch mal zum Stall und erklärte Ali Baba, dass er wirklich in einer Box stehen müsste, aber dafür Unmengen von Heulage und Stroh hatte. Er hatte sich auch schon mit dem Nachbarpony angefreundet und zusammen lungerten sie beim jeweiligen Besitzer und erklärten gemeinschaftlich, dass sie überhaupt nichts zu fressen bekommen hätten. Aha....
Fortsetzung folgt!
Montag, 10. November 2014
Mein Pony, der Dressurlehrgang und ich
Schon etwas länger her, aber trotzdem erwähnenswert:
An einem Wochenende im April 2013 war es so weit. Mein Pony und ich wollten am Dressurlehrgang bei D. G. teilnehmen.
Frohen Mutes fuhren wir los. Beim Aufsatteln drehte sich mein Pferdchen zu mir um, schaute den Sattel an und schüttelte den Kopf. Eindeutig kein Springsattel, also sicherlich ein Versehen von mir.
Trotzdem noch gut gelaunt kamen wir in die Halle zum Abreiten. Irgendwann realisierte der arme Ali Baba dann, dass wirklich nirgendwo ein Hindernis zu sehen war. Er sollte doch nicht etwas tasächlich Dressur gehen????
D. standen drei schwierige Tage mit uns bevor. Aufgrund des langen Winters ohne Reithalle hatten wir unsere Reiterei sehr beschränken müssen. Dressurarbeit auf einem gefrorenen Reitplatz ist nämlich wirklich nicht das Wahre.
Aber mit unterschütterlicher Ruhe und konsequenten Übungen musste Ali Baba schließlich einsehen, dass der Reitlehrer sein Handwerk versteht. D. ließ uns einfach Runde um Runde arbeiten, bis das Pony dann auch mal im Genick nachgab.
Dann wollte Ali Baba auch gleich zeigen, was er denn kann und ging zu Travers und Ähnlichem über. :-) Das sollte nun aber doch noch nicht sein.
Am Ende des Lehrgangs hatte mein Pferd sich fast damit abgefunden, dass auch seine Reiterin mehr möchte, als immer nur zu springen. Wir werden fleißig üben, denn es hat uns
doch sehr viel Spaß gemacht, obwohl es auch sehr anstrengend war.
Vielen Dank an den Verein, der uns solche Lehrgänge ermöglicht und ein herzliches Dankeschön an den Reitlehrer, der auch hinten Augen hat. :-) und uns nicht aufgegeben hab.
(Das Bild entstand im Sommer vor dem Lehrgang.)
An einem Wochenende im April 2013 war es so weit. Mein Pony und ich wollten am Dressurlehrgang bei D. G. teilnehmen.
Frohen Mutes fuhren wir los. Beim Aufsatteln drehte sich mein Pferdchen zu mir um, schaute den Sattel an und schüttelte den Kopf. Eindeutig kein Springsattel, also sicherlich ein Versehen von mir.
Trotzdem noch gut gelaunt kamen wir in die Halle zum Abreiten. Irgendwann realisierte der arme Ali Baba dann, dass wirklich nirgendwo ein Hindernis zu sehen war. Er sollte doch nicht etwas tasächlich Dressur gehen????
D. standen drei schwierige Tage mit uns bevor. Aufgrund des langen Winters ohne Reithalle hatten wir unsere Reiterei sehr beschränken müssen. Dressurarbeit auf einem gefrorenen Reitplatz ist nämlich wirklich nicht das Wahre.
Aber mit unterschütterlicher Ruhe und konsequenten Übungen musste Ali Baba schließlich einsehen, dass der Reitlehrer sein Handwerk versteht. D. ließ uns einfach Runde um Runde arbeiten, bis das Pony dann auch mal im Genick nachgab.
Dann wollte Ali Baba auch gleich zeigen, was er denn kann und ging zu Travers und Ähnlichem über. :-) Das sollte nun aber doch noch nicht sein.
Am Ende des Lehrgangs hatte mein Pferd sich fast damit abgefunden, dass auch seine Reiterin mehr möchte, als immer nur zu springen. Wir werden fleißig üben, denn es hat uns
Vielen Dank an den Verein, der uns solche Lehrgänge ermöglicht und ein herzliches Dankeschön an den Reitlehrer, der auch hinten Augen hat. :-) und uns nicht aufgegeben hab.
(Das Bild entstand im Sommer vor dem Lehrgang.)
Donnerstag, 6. November 2014
Vorbereitungen für ein Wochenende am Strand mit Pferd
Ich bin seit über 20 Jahren Mitglied in unserem Reitverein. Mindestens genau so lange möchte ich ein Mal mitfahren an die Ostsee zum reiten.
Das Event findet jedes Jahr im November statt. Man übernachtet im Herrenhaus oder Schloss und die Pferde sind in komfortablen Boxen untergebracht. Außerdem gibt es Vollpension für Pferd und Reiter, also wirklich Frühstück, Mittag, Abendbrot, bzw. Heu und Stroh für die Pferd. Nur Süßigkeiten und Kraftfutter bringt man selbst mit. Luxus pur!
Aber das Beste kommt dann noch. Es finden nämlich drei Ausritte statt, die in einer großen Gruppe absolviert werden, bzw. sogar in zwei Abteilungen. Die erste Gruppe ist für die "Profis", die die Sache kennen und auch gerne springen möchten, die zweite für die Neuen und/ oder Vorsichtigeren.
Dieses Jahr soll es nun ernst werden: ich werde mitfahren! Aber was braucht man denn so alles?
Hmm, ein Pferd auf jeden Fall, aber das könnte man sogar geliehen bekommen. Nein, ich nehme doch Ali Baba mit. Und dann geht es los. Er braucht mindestens zwei Abschwitzdecken, es könnte regnen und er schwitzt schnell. Außerdem Sattel, Trense, Ersatzzügel, Möhrchen, Leckerlis, Hufraspel, zwei Satteldecken, Halfter, Strick, Putzzeug nicht zu vergessen: Equidenpass!
Für mich brauche ich für die 2 Tage ja auch mindestens zwei Reithosen und zwei Regenjacken, scheint aber die Sonne, brauche ich doch lieber eine Weste. Reitstiefel und Kappe sind obligatorisch, jedoch brauche ich auch mindestens zwei Paar Handschuhe. und wenn es doch in Strömen gießt?
Also einen Pullover mehr einpacken, auch die beste Regenjacke gibt irgendwann auf. Es hat auch schon mal in meine Reitstiefel geregnet, hmmm. Also fünf Paar Socken für zwei Tage???
Abends ist auch noch Tanz und Party angesagt. Das wird wohl nicht in Reitklamotten stattfinden. Dann also noch "normale" Klamotten und vor allen Dingen ebensolche Schuhe. Ach ja, Bettzeug und Handtücher sind selbst mitzubringen.
Vielleicht ist es ganz gut, dass meine Reitbeteiligung spontan krank geworden ist und nicht mitkommen kann. Einerseits finde ich das sehr schade, andererseits ist bei einer Anderen das Pferd krank geworden, so dass ich deren Beifahrerin, wenn auch ohne Pferd, mitnehmen soll. Mein Auto wird sich freuen. Ich werden dann schon mal die wichtigsten Dinge einpacken und schauen, wie ich das alles gestapelt bekomme. Was für ein Aufwand!
Aber dafür habe ich das Auto schon vollgetankt und nachher wird Lichttest gemacht und die Luft der Reifen geprüft. Das Öl wurde gerade gewechselt, das ist in Ordnung.
Und dann bin ich fertig!?!? Nein, jetzt muss ich eine Liste für die Daheimgebliebenen schreiben. Die anderen Pferde müssen doch auch auf die Wiese gelassen werden, Heu bekommen, Möhrchen bekommen usw.. Da freuen sich meine Männer. Sie haben ja nichts gegen Pferde, aber Stall ausmisten und Wiese abäppeln ist für die Herren eine Strafarbeit.
Ach und die Hufe noch mal kurz überraspeln heute und eventuell das Pony noch ein wenig scheren, weil er immer so starkt schwitzt. Das Sattelzeug ist schon geputzt, aber die Stiefel noch nicht. Ich glaube, das reicht, denn damit bin ich heute dann den halben Tag beschäftigt, fürchte ich.
Trotzdem freue ich mich und werde natürlich berichten, wie es war.
Das Event findet jedes Jahr im November statt. Man übernachtet im Herrenhaus oder Schloss und die Pferde sind in komfortablen Boxen untergebracht. Außerdem gibt es Vollpension für Pferd und Reiter, also wirklich Frühstück, Mittag, Abendbrot, bzw. Heu und Stroh für die Pferd. Nur Süßigkeiten und Kraftfutter bringt man selbst mit. Luxus pur!
Aber das Beste kommt dann noch. Es finden nämlich drei Ausritte statt, die in einer großen Gruppe absolviert werden, bzw. sogar in zwei Abteilungen. Die erste Gruppe ist für die "Profis", die die Sache kennen und auch gerne springen möchten, die zweite für die Neuen und/ oder Vorsichtigeren.
Dieses Jahr soll es nun ernst werden: ich werde mitfahren! Aber was braucht man denn so alles?
Hmm, ein Pferd auf jeden Fall, aber das könnte man sogar geliehen bekommen. Nein, ich nehme doch Ali Baba mit. Und dann geht es los. Er braucht mindestens zwei Abschwitzdecken, es könnte regnen und er schwitzt schnell. Außerdem Sattel, Trense, Ersatzzügel, Möhrchen, Leckerlis, Hufraspel, zwei Satteldecken, Halfter, Strick, Putzzeug nicht zu vergessen: Equidenpass!
Für mich brauche ich für die 2 Tage ja auch mindestens zwei Reithosen und zwei Regenjacken, scheint aber die Sonne, brauche ich doch lieber eine Weste. Reitstiefel und Kappe sind obligatorisch, jedoch brauche ich auch mindestens zwei Paar Handschuhe. und wenn es doch in Strömen gießt?
Also einen Pullover mehr einpacken, auch die beste Regenjacke gibt irgendwann auf. Es hat auch schon mal in meine Reitstiefel geregnet, hmmm. Also fünf Paar Socken für zwei Tage???
Abends ist auch noch Tanz und Party angesagt. Das wird wohl nicht in Reitklamotten stattfinden. Dann also noch "normale" Klamotten und vor allen Dingen ebensolche Schuhe. Ach ja, Bettzeug und Handtücher sind selbst mitzubringen.
Vielleicht ist es ganz gut, dass meine Reitbeteiligung spontan krank geworden ist und nicht mitkommen kann. Einerseits finde ich das sehr schade, andererseits ist bei einer Anderen das Pferd krank geworden, so dass ich deren Beifahrerin, wenn auch ohne Pferd, mitnehmen soll. Mein Auto wird sich freuen. Ich werden dann schon mal die wichtigsten Dinge einpacken und schauen, wie ich das alles gestapelt bekomme. Was für ein Aufwand!
Aber dafür habe ich das Auto schon vollgetankt und nachher wird Lichttest gemacht und die Luft der Reifen geprüft. Das Öl wurde gerade gewechselt, das ist in Ordnung.
Und dann bin ich fertig!?!? Nein, jetzt muss ich eine Liste für die Daheimgebliebenen schreiben. Die anderen Pferde müssen doch auch auf die Wiese gelassen werden, Heu bekommen, Möhrchen bekommen usw.. Da freuen sich meine Männer. Sie haben ja nichts gegen Pferde, aber Stall ausmisten und Wiese abäppeln ist für die Herren eine Strafarbeit.
Ach und die Hufe noch mal kurz überraspeln heute und eventuell das Pony noch ein wenig scheren, weil er immer so starkt schwitzt. Das Sattelzeug ist schon geputzt, aber die Stiefel noch nicht. Ich glaube, das reicht, denn damit bin ich heute dann den halben Tag beschäftigt, fürchte ich.
Trotzdem freue ich mich und werde natürlich berichten, wie es war.
Mittwoch, 5. November 2014
Pferde scheren
Ich sollte ein Pony scheren, dass einen Rallyschnitt bekommen sollte. Das gute Tierchen sollte zwar mit seiner Körpergröße von ungefähr einem Meter kein Dressur- oder Turnierpferd werden, auch sollte es nicht übermäßig arbeiten, aber es hatte einfach zu viel Fell.
Wie viele Ponys, die mit Hufrehe kämpfen, hat auch der Kleine wohl Cushing, so dass er überhaupt zur Hauptsache aus Fell besteht.
Das Pony war so artig und ließ sich mit kleinen Möhrenstücken super scheren. Ein wenig gut Zureden noch und er stand still und fand es toll.
Die Schermaschine ist sehr robust, von einer sehr guten Firma, aber hat ein Scherblatt für "normales" Fell drauf. Nachdem ich den halben Hals fertig hatte, waren erst mal die Blätter stumpf.
Eigentlich sollten nun neue Blätter drauf, die die Besitzer von dem Pferdchen bestellt hatten, aber die kamen leider nicht an. Die anderen wollte ich zum Schärfen wegbringen, hatte die ganze Maschine aber als Muster in dem Pferdestall dort gelassen.
Also musste das Pony warten, bis ich meinen Göttergatten davon überzeugt hatte, mit zu dem Hof zu kommen, um dort leckeren Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken. Er wollte versuchen, die Scherblätter zu schärfen. Das bestellte Öl war irgendwie auch nicht da, so dass wir hier das nächste Problem hatten.
Also musste das gute Sonnenblumenöl aus der Küche herhalten und mein Mann legte sich mächtig ins Zeug, so dass die Blätter rasiermesserscharf wurden. Gut zu wissen, dass er das so gut kann, für das nächste Mal. :)
Wir holten das Pony wieder von der Wiese und los ging es. Sobald ich am Hals scheren wollte, tat die Maschine so, als wäre sie stumpf. Sie kam einfach nicht durch das Plüschfell. Der Rest ging relativ leicht. War ich erst Mal durch die oberste Schicht, schnurrte die Maschine super durch.
Ich glaube aber, dass das Pferdchen jetzt regelmäßig komisch angeschaut wird, bis das Fell ein wenig nachgewachsen ist. Dadurch, dass das eigentliche Fell so sehr lang ist, sieht es schon komisch aus mit dem Rallyschnitt. Aber er scheint sehr glücklich damit zu sein und sich sehr wohlzufühlen.
Er hatte so viel Geduld und hat stundenlang still gestanden, ein super Pferdchen eben!
Wie viele Ponys, die mit Hufrehe kämpfen, hat auch der Kleine wohl Cushing, so dass er überhaupt zur Hauptsache aus Fell besteht.
Das Pony war so artig und ließ sich mit kleinen Möhrenstücken super scheren. Ein wenig gut Zureden noch und er stand still und fand es toll.
Die Schermaschine ist sehr robust, von einer sehr guten Firma, aber hat ein Scherblatt für "normales" Fell drauf. Nachdem ich den halben Hals fertig hatte, waren erst mal die Blätter stumpf.
Eigentlich sollten nun neue Blätter drauf, die die Besitzer von dem Pferdchen bestellt hatten, aber die kamen leider nicht an. Die anderen wollte ich zum Schärfen wegbringen, hatte die ganze Maschine aber als Muster in dem Pferdestall dort gelassen.
Also musste das Pony warten, bis ich meinen Göttergatten davon überzeugt hatte, mit zu dem Hof zu kommen, um dort leckeren Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken. Er wollte versuchen, die Scherblätter zu schärfen. Das bestellte Öl war irgendwie auch nicht da, so dass wir hier das nächste Problem hatten.
Also musste das gute Sonnenblumenöl aus der Küche herhalten und mein Mann legte sich mächtig ins Zeug, so dass die Blätter rasiermesserscharf wurden. Gut zu wissen, dass er das so gut kann, für das nächste Mal. :)
Wir holten das Pony wieder von der Wiese und los ging es. Sobald ich am Hals scheren wollte, tat die Maschine so, als wäre sie stumpf. Sie kam einfach nicht durch das Plüschfell. Der Rest ging relativ leicht. War ich erst Mal durch die oberste Schicht, schnurrte die Maschine super durch.
Ich glaube aber, dass das Pferdchen jetzt regelmäßig komisch angeschaut wird, bis das Fell ein wenig nachgewachsen ist. Dadurch, dass das eigentliche Fell so sehr lang ist, sieht es schon komisch aus mit dem Rallyschnitt. Aber er scheint sehr glücklich damit zu sein und sich sehr wohlzufühlen.
Er hatte so viel Geduld und hat stundenlang still gestanden, ein super Pferdchen eben!
Dienstag, 4. November 2014
Pferde eindecken?
Jedes Jahr stellt sich mir die gleiche Frage. Decke `rauf, ja oder nein.
Meine Pferdchen scheinen ihre Regendecken zu lieben, denn sie kommen eigentlich immer zu mir, wenn ich mit den Decken winke.
Dadurch, dass zwei Pferdchen auch leicht chronischen Husten haben und empfindlich sind, komme ich doch immer wieder zu dem Schluss, die Pferde einzudecken.
Allerdings nehme ich immer nur ungefütterte Decken, weil ich denke, dass das Wichtigste bei den Offenstallpferden der Wind- und Regenschutz ist. Es braucht nicht zusätzlich noch warm zu sein.
Außerdem bekomme ich gefütterte Teile nicht in meine Pferdesachen-Waschmaschine. :)
Nun habe ich in diesem Jahr nur drei Decken vorrätig, weil eine den letzten Winter wohl nicht überlebt hat. Da dachte ich mir, dass das kleine übergewichtige Pony noch keine Decke braucht.
Stattdessen hat der Opa sie bekommen. Und was ist passiert? Am nächsten Tag hustete das Pony herzerweichend.
Da habe ich dann natürlich eine Decke für sie bestellt, obwohl es dieses Jahr wirklich warm ist und kaum regnet. Nur ist diese noch nicht da. Also habe ich von einer Bekannten eine Decke bekommen, die zwar nicht wirklich regendicht ist, aber eben passend. Grace darf sowieso nur zwei Stunden am Tag auf die Wiese, damit sie etwas abnimmt und hat den Luxus, sich den Rest des Tages bei Bedarf in den Stall zu stellen, wenn sie möchte.
Tja, nur leider gefällt ihr diese Decke nicht. Also hat sie sie am ersten Tag ausgezogen und fein säuberlich in die Ecke gelegt. Am zweiten Tag habe ich sie besser befestigt, wodurch sie "nur" seitlich auf dem Boden schliff. Am dritten Tag habe ich die Decke dann in Einzelteilen auf dem Paddock verstreut gefunden.
Also muss Grace jetzt doch warten, bis die andere Decke kommt. Anscheinend hat sie aber gemerkt, dass die Aktion nicht so toll war. Sie hustet gar nicht mehr. PONYS!!!
(Und im Sommer nimmt Grace gern eine Fliegendecke wegen der Bremsen...)
Für meine Pferde gilt also: eindecken ja, weil sie Offenstallpferde sind, aber trotzdem auch im Winter viel geritten werden. Würde ich sie gar nicht eindecken, würden sie aussehen, wie große Teddybären. Da wäre dann an normales Reiten nicht mehr zu denken, weil sie Stunden bräuchten, um zu trocknen.
Und Opa Gaylord bekommt sowieso sein Deckchen, weil er oft draußen steht und dann friert. Der ältere Herr hat es gerne kuschelig bei guter Luft. Er muss ja immer wissen, was draußen los ist. Außerdem hat er keine Lust, sich drinnen mit den Anderen zu streiten, sondern geht dann lieber gleich wieder `raus.
Meine Pferdchen scheinen ihre Regendecken zu lieben, denn sie kommen eigentlich immer zu mir, wenn ich mit den Decken winke.
Dadurch, dass zwei Pferdchen auch leicht chronischen Husten haben und empfindlich sind, komme ich doch immer wieder zu dem Schluss, die Pferde einzudecken.
Allerdings nehme ich immer nur ungefütterte Decken, weil ich denke, dass das Wichtigste bei den Offenstallpferden der Wind- und Regenschutz ist. Es braucht nicht zusätzlich noch warm zu sein.
Außerdem bekomme ich gefütterte Teile nicht in meine Pferdesachen-Waschmaschine. :)
Nun habe ich in diesem Jahr nur drei Decken vorrätig, weil eine den letzten Winter wohl nicht überlebt hat. Da dachte ich mir, dass das kleine übergewichtige Pony noch keine Decke braucht.
Stattdessen hat der Opa sie bekommen. Und was ist passiert? Am nächsten Tag hustete das Pony herzerweichend.
Da habe ich dann natürlich eine Decke für sie bestellt, obwohl es dieses Jahr wirklich warm ist und kaum regnet. Nur ist diese noch nicht da. Also habe ich von einer Bekannten eine Decke bekommen, die zwar nicht wirklich regendicht ist, aber eben passend. Grace darf sowieso nur zwei Stunden am Tag auf die Wiese, damit sie etwas abnimmt und hat den Luxus, sich den Rest des Tages bei Bedarf in den Stall zu stellen, wenn sie möchte.
Tja, nur leider gefällt ihr diese Decke nicht. Also hat sie sie am ersten Tag ausgezogen und fein säuberlich in die Ecke gelegt. Am zweiten Tag habe ich sie besser befestigt, wodurch sie "nur" seitlich auf dem Boden schliff. Am dritten Tag habe ich die Decke dann in Einzelteilen auf dem Paddock verstreut gefunden.
Also muss Grace jetzt doch warten, bis die andere Decke kommt. Anscheinend hat sie aber gemerkt, dass die Aktion nicht so toll war. Sie hustet gar nicht mehr. PONYS!!!
(Und im Sommer nimmt Grace gern eine Fliegendecke wegen der Bremsen...)
Für meine Pferde gilt also: eindecken ja, weil sie Offenstallpferde sind, aber trotzdem auch im Winter viel geritten werden. Würde ich sie gar nicht eindecken, würden sie aussehen, wie große Teddybären. Da wäre dann an normales Reiten nicht mehr zu denken, weil sie Stunden bräuchten, um zu trocknen.
Und Opa Gaylord bekommt sowieso sein Deckchen, weil er oft draußen steht und dann friert. Der ältere Herr hat es gerne kuschelig bei guter Luft. Er muss ja immer wissen, was draußen los ist. Außerdem hat er keine Lust, sich drinnen mit den Anderen zu streiten, sondern geht dann lieber gleich wieder `raus.
Montag, 3. November 2014
Sattelanpassung, ein großes Thema, wenn man ein kleines Pferd hat!
Mein Pony glaubt, dass es ein Springpferd ist. Wer die Geschichte von dem Zebra kennt, dass ein Rennpferd werden wollte oder vom legendären Vollbluthengst Seabiscuit gehört hat, der trotz eines schweren Unfalls dass erfolgreichste Rennpferd seiner Zeit wurde, wird sich sagen, dass das wohl möglich ist.
Mein Pony hat kurze Beine, einen langen Rücken und ist sehr sehr barock vom Typ. Ein Welsh-Cob vom Feinsten eben. Ich hatte ihn als Jährling gekauft, um ihn zu fahren und um Dressur zu reiten.
Aber da ist bis heute nichts zu wollen. Fahren geht gar nicht und Dressur ist ein notwendiges Muss für ihn.
Im Schritt hat er auf einem Turnier in der Einzelwertung mal ein glatte 10 bekommen, im Trab hat er schon das nachbarliche Trabrennpferd locker verheizt, aber Galopp ist eigentlich nicht seine Gangart. Nun ja, im Springsport wird zwischen den Hindernissen galoppiert, also gibt er Alles, um wie ein Großer zu laufen.
Wenn er gut drauf ist, schafft er auch die Distanzen von den Großpferden. Da ich ihn habe als Pferd eintragen lassen und nicht als Pony, muss er immer bei den Großen mitlaufen.
Er gibt sich Mühe ohne Ende und hat sehr viel Freude am Springen. Er verweigert eigentlich nicht und kämpft bis zum Umfallen. Gebe ich eine falsche Hilfe oder verschätze ich mich in der Distanz, rettet er uns, wo er kann. Dies bedeutet aber auch, dass er manchmal sehr sehr weit und hoch springt.
Und da fängt das Problem an. Ich hatte einen Springsattel, den mir mein Sattler zurechtgebastelt hatte. Ein County-Showsattel, die oberen Sattelblättern wurden abgemacht, auf die unteren kamen Pauschen von Passier dran. Außerdem wurden die Strippen so verändert, dass man mit einem Kurzgurt reiten kann.
Leider konnte man diesen Sattel irgendwann nicht mehr ändern. Er hatte Kammerweite 36" und wurde irgendwann zu weit.
Ich brauche einen Sattel mit Kammerweite 34" ca., obwohl Ali Baba gewillt ist, mit jedem Sattel zu springen. Ist ja aber nicht so gut für seinen Rücken. Das nächste Problem ist, dass ich nur 162 "groß" bin und entsprechend kurze Beine habe und auch mein Hintern passt zum Rest. :) Also brauche ich für mich den Sattel in der Sitzgröße 17" und auch noch mit kurzen Sattelblättern.
Ich hatte dann einen schönen Monoblattsattel gefunden. Herrlich, man sitzt dicht am Pferd und er ist auch viel gemütlicher, als der alte County. Leider sind die Pauschen recht weich und zudem noch winzig, so dass mein Halt dort oben gleich Null ist, wenn mein Pferdchen einen seiner Riesensätze macht.
Außerdem hat Ali Baba die Angewohnheit sich den Weg zu merken, wenn man ein Mal im Training einen Parcours eingeschlagen hat. Da er glaubt, dass ich zu blöde bin, mir beim zweiten Mal die Richtung zu merken, schlägt er dann seinen Weg vor, indem er sich spontan mal nicht mehr lenken lässt und prompt in die andere Richtung läuft. Kein Problem, wenn die Knie dann Halt finden, aber wehe man rutscht über die Pauschen. Schwupps, ist man unten.............Der Gute hat nämlich auch einen Hals, wie ein Hengst und entsprechend Kraft, um seinen Weg durchzusetzen.
Da das Pferdchen eben tonnenförmig ist und ich beim besten Willen keine FN-Lehrbuch-Reiterbeine habe, haben wir also ein Problem. Entweder ein Maßsattel, oder suchen, suchen, suchen. Im Moment versuche ich es mit Letzterem. Und es gibt ja so viele Springsättel...................nur leider keine für uns passenden.
Der Sattler meines Vertrauens kam an, sah mein Pferd und mich an und meinte nur: "So breit hatte ich ihn aber nicht in Erinnerung! Da habe ich nichts Passendes, ich werde mal suchen..."
Selbstverstänldich hat Ali Baba auch einen ziemlich geschwungenen Rücken, wo man nicht einfach einen X-beliebigen Sattel mit geradem Baum und Polsterung drauflegen kann.
Nachdem ich in diesem Jahr aber schon drei Mal vom Pferd gefallen bin, weil keine Pausche da war, als ich sie brauchte, werde ich weitersuchen und die Hoffnung nicht aufgeben.
Aber der Dressursattel passt, wurde er doch für uns beide extra gemacht. :)
Mein Pony hat kurze Beine, einen langen Rücken und ist sehr sehr barock vom Typ. Ein Welsh-Cob vom Feinsten eben. Ich hatte ihn als Jährling gekauft, um ihn zu fahren und um Dressur zu reiten.
Aber da ist bis heute nichts zu wollen. Fahren geht gar nicht und Dressur ist ein notwendiges Muss für ihn.
Im Schritt hat er auf einem Turnier in der Einzelwertung mal ein glatte 10 bekommen, im Trab hat er schon das nachbarliche Trabrennpferd locker verheizt, aber Galopp ist eigentlich nicht seine Gangart. Nun ja, im Springsport wird zwischen den Hindernissen galoppiert, also gibt er Alles, um wie ein Großer zu laufen.
Wenn er gut drauf ist, schafft er auch die Distanzen von den Großpferden. Da ich ihn habe als Pferd eintragen lassen und nicht als Pony, muss er immer bei den Großen mitlaufen.
Er gibt sich Mühe ohne Ende und hat sehr viel Freude am Springen. Er verweigert eigentlich nicht und kämpft bis zum Umfallen. Gebe ich eine falsche Hilfe oder verschätze ich mich in der Distanz, rettet er uns, wo er kann. Dies bedeutet aber auch, dass er manchmal sehr sehr weit und hoch springt.
Und da fängt das Problem an. Ich hatte einen Springsattel, den mir mein Sattler zurechtgebastelt hatte. Ein County-Showsattel, die oberen Sattelblättern wurden abgemacht, auf die unteren kamen Pauschen von Passier dran. Außerdem wurden die Strippen so verändert, dass man mit einem Kurzgurt reiten kann.
Leider konnte man diesen Sattel irgendwann nicht mehr ändern. Er hatte Kammerweite 36" und wurde irgendwann zu weit.
Ich brauche einen Sattel mit Kammerweite 34" ca., obwohl Ali Baba gewillt ist, mit jedem Sattel zu springen. Ist ja aber nicht so gut für seinen Rücken. Das nächste Problem ist, dass ich nur 162 "groß" bin und entsprechend kurze Beine habe und auch mein Hintern passt zum Rest. :) Also brauche ich für mich den Sattel in der Sitzgröße 17" und auch noch mit kurzen Sattelblättern.
Ich hatte dann einen schönen Monoblattsattel gefunden. Herrlich, man sitzt dicht am Pferd und er ist auch viel gemütlicher, als der alte County. Leider sind die Pauschen recht weich und zudem noch winzig, so dass mein Halt dort oben gleich Null ist, wenn mein Pferdchen einen seiner Riesensätze macht.
Außerdem hat Ali Baba die Angewohnheit sich den Weg zu merken, wenn man ein Mal im Training einen Parcours eingeschlagen hat. Da er glaubt, dass ich zu blöde bin, mir beim zweiten Mal die Richtung zu merken, schlägt er dann seinen Weg vor, indem er sich spontan mal nicht mehr lenken lässt und prompt in die andere Richtung läuft. Kein Problem, wenn die Knie dann Halt finden, aber wehe man rutscht über die Pauschen. Schwupps, ist man unten.............Der Gute hat nämlich auch einen Hals, wie ein Hengst und entsprechend Kraft, um seinen Weg durchzusetzen.
Da das Pferdchen eben tonnenförmig ist und ich beim besten Willen keine FN-Lehrbuch-Reiterbeine habe, haben wir also ein Problem. Entweder ein Maßsattel, oder suchen, suchen, suchen. Im Moment versuche ich es mit Letzterem. Und es gibt ja so viele Springsättel...................nur leider keine für uns passenden.
Der Sattler meines Vertrauens kam an, sah mein Pferd und mich an und meinte nur: "So breit hatte ich ihn aber nicht in Erinnerung! Da habe ich nichts Passendes, ich werde mal suchen..."
Selbstverstänldich hat Ali Baba auch einen ziemlich geschwungenen Rücken, wo man nicht einfach einen X-beliebigen Sattel mit geradem Baum und Polsterung drauflegen kann.
Nachdem ich in diesem Jahr aber schon drei Mal vom Pferd gefallen bin, weil keine Pausche da war, als ich sie brauchte, werde ich weitersuchen und die Hoffnung nicht aufgeben.
Aber der Dressursattel passt, wurde er doch für uns beide extra gemacht. :)
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