Heute morgen beim Stall ausmisten, musste ich mal wieder feststellen, dass Schuhe mit Stahlkappen einfach super ist.
Und nein, mir ist kein Pferd oder Pony auf den Fuß getreten. Das würden die nie tun, wenn sie ihr Futter bekommen. ;)
Aber die Pferdeäppel waren gefroren. Und bevor ich den Stil der Mistforke abbreche, beim Versuch, die Haufen loszueisen, probiere ich es immer mit den Füßen.
Oft genug hatte ich schon Schuhe an, die keine Stahlkappen haben. AUA!!!
Und heute morgen war wirklich alles tiefgefroren. Es sieht zwar schön aus, aber die Haufen bleiben nun an Ort und Stelle, bis es taut. Da war nichts zu machen. Zum Glück war es im Stall noch nicht ganz gefroren, obwohl auch da das Wasser schon anfängt zu Eis zu werden.
Manchmal hätte ich die Tierchen auch gerne in einer warmen Box stehen und nicht im Offenstall...
In diesem Blog geht es um Pferde, reine ätherische Öle, Tierkommunikation und das Leben als Pferdehalter in Eigenregie.
Montag, 21. Januar 2019
Mittwoch, 9. Januar 2019
Die Challenge geschafft, oder ist das gemogelt?
Ich hatte mir das Ziel gesetzt, am 02.01. eine bestimmte Dressuraufgabe mit Shiny zu reiten.
Als mir spontan eine in den Sinn kam im Oktober, hatte ich keine Ahnung, dass dazu auch eine Kandare gehörte. Ausgangspunkt muss man dazu sagen: ein Zirkel darf rund sein und für eine Reiterprüfung bin ich zu alt....
Ich habe so ein gutes Stück, aber nur zum Rumhängen und schön aussehen.
Die ersten Wochen verliefen gut. Danach geschlagene sechs Wochen: "rien ne va plus". Der kleine Ehrgeiz in mir wollte und wollte, und Shine Bright kann da gar nicht gut drauf.
"Nun lass doch endlich mal los!" war wohl auch die kürzeste Tierkommunikation, die ich je hatte.
Na gut, auf sie gehört, an mir geübt und zack, es ging wieder bergauf. Ich kann dazu sagen, dass Shiny durchaus sehr viel Spaß daran hat, dressurmäßig zu gehen. Es scheiterte ja, wie immer, alles am Reiter!
Am 30.12. habe ich mich dann vom meinem Göttergatten filmen lassen. Ich war aufgeregt, wie sonst was (natürlich ist das albern), und es ging eher mäßig, aber Aufgabe durchgestanden.
Am nächsten Tag haben wir es noch mal probiert. Es ging gut, bis ich anfing, mich zu verspannen.
Also noch mal von vorne. Es wurde viel einfacher auf einmal, als ich wieder nur noch ans loslassen dachte!
Dann wollte ich rechts angaloppieren. In dem Moment ging auf der anderen Straßenseite eine Rakete los. Und dieses Pferd, was vor einem Jahr noch weggaloppiert wäre und mich in ihrer Angst runtergesetzt hätte, um Ballast abzuwerfen, stand da, wie eine Eins und schaute sich das an.
Bei den nachfolgenden Böllern verspannte sie sich ein wenig, war aber reitbar. Und das obwohl Ali Baba im Auslauf nebenan völlig von der Rolle war.
An diesem Punkt habe ich den Ritt abgebrochen und die Challenge als erfüllt angesehen. Ich habe sie direkt eine Woche in den Urlaub geschickt und war einfach nur dankbar, dass wir nun endlich zueinander finden!
Und war das nun gemogelt, weil es nicht der 02.01. war, sondern ein anderer Tag?
Als mir spontan eine in den Sinn kam im Oktober, hatte ich keine Ahnung, dass dazu auch eine Kandare gehörte. Ausgangspunkt muss man dazu sagen: ein Zirkel darf rund sein und für eine Reiterprüfung bin ich zu alt....
Ich habe so ein gutes Stück, aber nur zum Rumhängen und schön aussehen.
Die ersten Wochen verliefen gut. Danach geschlagene sechs Wochen: "rien ne va plus". Der kleine Ehrgeiz in mir wollte und wollte, und Shine Bright kann da gar nicht gut drauf.
"Nun lass doch endlich mal los!" war wohl auch die kürzeste Tierkommunikation, die ich je hatte.
Na gut, auf sie gehört, an mir geübt und zack, es ging wieder bergauf. Ich kann dazu sagen, dass Shiny durchaus sehr viel Spaß daran hat, dressurmäßig zu gehen. Es scheiterte ja, wie immer, alles am Reiter!
Am 30.12. habe ich mich dann vom meinem Göttergatten filmen lassen. Ich war aufgeregt, wie sonst was (natürlich ist das albern), und es ging eher mäßig, aber Aufgabe durchgestanden.
Am nächsten Tag haben wir es noch mal probiert. Es ging gut, bis ich anfing, mich zu verspannen.
Also noch mal von vorne. Es wurde viel einfacher auf einmal, als ich wieder nur noch ans loslassen dachte!
Dann wollte ich rechts angaloppieren. In dem Moment ging auf der anderen Straßenseite eine Rakete los. Und dieses Pferd, was vor einem Jahr noch weggaloppiert wäre und mich in ihrer Angst runtergesetzt hätte, um Ballast abzuwerfen, stand da, wie eine Eins und schaute sich das an.
Bei den nachfolgenden Böllern verspannte sie sich ein wenig, war aber reitbar. Und das obwohl Ali Baba im Auslauf nebenan völlig von der Rolle war.
An diesem Punkt habe ich den Ritt abgebrochen und die Challenge als erfüllt angesehen. Ich habe sie direkt eine Woche in den Urlaub geschickt und war einfach nur dankbar, dass wir nun endlich zueinander finden!
Und war das nun gemogelt, weil es nicht der 02.01. war, sondern ein anderer Tag?
Montag, 10. Dezember 2018
Schöne Bescherung!
Letzte Woche bin ich mal wieder Bahn gefahren. Es war einen Tag vor Nikolaus, und zu meiner Freude gab es nur wenige Minuten Verspätung.
Natürlich war die Bahn voll, da ich zur besten Berufsverkehrszeit unterwegs war. Aber ich hatte einen schönen Platz mit Aussicht auf die Erste Klasse.
Außerdem hatte ich meine Kopfhörer dabei, wollte ich doch noch ein bisschen am Smartphone arbeiten. Da ich das sonst selten mit "Ohren" benutze, fühlte ich mich ein wenig vom Rest der Welt abgeschnitten.
So schaute ich kurz in der Gegend herum, um festzustellen, ob ich was verpasst hätte, da sah ich einen Engel. Hä???? Der Engel saß in der Ersten Klasse. Na gut, Engel sind ja auch was Besonderes.
Ich schaute leicht irritiert wieder nach unten auf das Handy. Als ich das nächste Mal aufschaute, dachte ich, dass ich deutlich zu viel arbeiten würde!!!
Nun sah ich direkt vor mir einen Weihnachtsmann und besagten Engel.
Ok.....
Und der Weihnachtsmann war gar nicht der Weihnachtsmann, sondern der Nikolaus. Sehr freundlich und heimlich schmunzelnd über mein verdutztes Gesicht, übergab er mir ein Stück Schokolode! Nun war der Abend gerettet!
Das war mal eine schöne Bahnfahrt mit noch besserer Überraschung.
Natürlich war die Bahn voll, da ich zur besten Berufsverkehrszeit unterwegs war. Aber ich hatte einen schönen Platz mit Aussicht auf die Erste Klasse.
Außerdem hatte ich meine Kopfhörer dabei, wollte ich doch noch ein bisschen am Smartphone arbeiten. Da ich das sonst selten mit "Ohren" benutze, fühlte ich mich ein wenig vom Rest der Welt abgeschnitten.
So schaute ich kurz in der Gegend herum, um festzustellen, ob ich was verpasst hätte, da sah ich einen Engel. Hä???? Der Engel saß in der Ersten Klasse. Na gut, Engel sind ja auch was Besonderes.
Ich schaute leicht irritiert wieder nach unten auf das Handy. Als ich das nächste Mal aufschaute, dachte ich, dass ich deutlich zu viel arbeiten würde!!!
Nun sah ich direkt vor mir einen Weihnachtsmann und besagten Engel.
Ok.....
Und der Weihnachtsmann war gar nicht der Weihnachtsmann, sondern der Nikolaus. Sehr freundlich und heimlich schmunzelnd über mein verdutztes Gesicht, übergab er mir ein Stück Schokolode! Nun war der Abend gerettet!
Das war mal eine schöne Bahnfahrt mit noch besserer Überraschung.
Montag, 3. Dezember 2018
Stuten!!!!
Ne, wer hat gesagt, dass Frauen zickig seien?
Ich bin natürlich eine Ausnahme! ;)
Shine Bright aber nicht. Madame hat im Moment das Arbeiten nicht erfunden. Dafür lernt sie auch jede Menge Tricks, wie man den Reiter zum Nachdenken bekommt.
Äußeres Bein annehmen? Meine liebe Reiterin, deine Beine sind zu kurz. Das merke ich ja gar nicht, wenn Du da irgendwas machst. Was kann das arme Pferd dafür?
Versammlung??? Sammle Du erst mal Deine Gedanken, liebe Reiterin UND versammle Dich selbst da oben.
Galopp? Gerne, aber bitte nur in dem Tempo, was mir am liebsten ist!!!
Wir sind derzeit also nicht ganz einer Meinung. Aber so ist das wohl, wenn man lernt. Jeder in seinem Tempo. Und Shine Bright lernt im Moment deutlich schneller, als ich.
Sie ist in ihren Reaktionen ja sowieso unfassbar schnell, wenn sie möchte. Nun hat sie aber auch festgestellt, dass es geht, gar nicht zu reagieren. Und sie testet jeden Tag, ob ich wirklich der Chef bin.
Hier ein Beispiel: die Pferde bekommen bei mir ihr Kraftfutter aus Eimern, die ich ihnen um den Kopf hänge. Sind sie fertig, bauen sie sich die Eimer selbstständig ab und lassen sie im Stall stehen, normalerweise.
Letztens ist Shiny mit dem Eimer auf die Wiese gelaufen. Ich rief sie, damit sie zurückkäme. Sie kam auch ein, zwei Schritte auf mich zu. Dann überlegte sie sich, dass ich ja wohl auch zu ihr kommen könnte. Nö, könnte ich mal nicht, war meine Meinung dazu.
Daraufhin fing sie an, im Heu herumzuscharren, was auf der Wiese fein säuberlich verteilt war. Keine Reaktion von mir. Ich ging in die Sattelkammer und beschäftigte mich anderweitig.
Nun hatte Shine Bright eine Idee. Was, wenn sie einfach den Eimer zum Heu dazustellen würde und dann weiter Richtung Gras ginge? Das wäre mal ein Kompromiss fand sie.
Gedacht, getan! Und? Wer musste dann doch laufen und den Eimer holen? Ich natürlich!!!!!!! STUTEN!!!
Ich bin natürlich eine Ausnahme! ;)
Shine Bright aber nicht. Madame hat im Moment das Arbeiten nicht erfunden. Dafür lernt sie auch jede Menge Tricks, wie man den Reiter zum Nachdenken bekommt.
Äußeres Bein annehmen? Meine liebe Reiterin, deine Beine sind zu kurz. Das merke ich ja gar nicht, wenn Du da irgendwas machst. Was kann das arme Pferd dafür?
Versammlung??? Sammle Du erst mal Deine Gedanken, liebe Reiterin UND versammle Dich selbst da oben.
Galopp? Gerne, aber bitte nur in dem Tempo, was mir am liebsten ist!!!
Wir sind derzeit also nicht ganz einer Meinung. Aber so ist das wohl, wenn man lernt. Jeder in seinem Tempo. Und Shine Bright lernt im Moment deutlich schneller, als ich.
Sie ist in ihren Reaktionen ja sowieso unfassbar schnell, wenn sie möchte. Nun hat sie aber auch festgestellt, dass es geht, gar nicht zu reagieren. Und sie testet jeden Tag, ob ich wirklich der Chef bin.
Hier ein Beispiel: die Pferde bekommen bei mir ihr Kraftfutter aus Eimern, die ich ihnen um den Kopf hänge. Sind sie fertig, bauen sie sich die Eimer selbstständig ab und lassen sie im Stall stehen, normalerweise.
Letztens ist Shiny mit dem Eimer auf die Wiese gelaufen. Ich rief sie, damit sie zurückkäme. Sie kam auch ein, zwei Schritte auf mich zu. Dann überlegte sie sich, dass ich ja wohl auch zu ihr kommen könnte. Nö, könnte ich mal nicht, war meine Meinung dazu.
Daraufhin fing sie an, im Heu herumzuscharren, was auf der Wiese fein säuberlich verteilt war. Keine Reaktion von mir. Ich ging in die Sattelkammer und beschäftigte mich anderweitig.
Nun hatte Shine Bright eine Idee. Was, wenn sie einfach den Eimer zum Heu dazustellen würde und dann weiter Richtung Gras ginge? Das wäre mal ein Kompromiss fand sie.
Gedacht, getan! Und? Wer musste dann doch laufen und den Eimer holen? Ich natürlich!!!!!!! STUTEN!!!
Dienstag, 27. November 2018
Gespenster aller Orten!
Da denkst Du, Halloween sei vorbei, aber falsch!
Heute bin ich mit Ali Baba auf dem Stoppelfeld gewesen, um mal wieder so richtig zu
galoppieren. So weit, so gut.
Locker im Schritt dorthin geritten, dann ein wenig getrabt und angaloppiert.
Ali Baba kennt das Feld. Und es gibt nichts (aus meiner Sicht), was sich verändert hätte, seit dem
letzten Mal.
Nur die Temperatur. Tja, und wenn Pony friert, dann findet er Gründe und Gespenster.
Zum Glück ist er so freundlich, mich jedes Mal erst vorsichtig darauf aufmerksam zu machen, dass er sich demnächst furchtbar erschrecken muss.
Und so sausten wir die lange Gerade in fröhlichem Tempo entlang, als Ali Baba zu glotzen anfing.
Die Runde vorher war noch nix. Aber nun: ganz sicher, ein Gespenst oder so etwas. Auf jeden Fall
ein Grund, die Kurve zu kratzen und das Tempo zu erhöhen.
Aber dann kamen wir am Ausgang vorbei und Ali Baba wurde sehr schnell sehr viel langsamer und wollte dann doch lieber nach Hause.
Und das ist auch der Vorteil bei diesem großen Helden. Er kann sich furchtbar aufregen. Aber irgendwann ist ihm der Aufwand einfach zu groß. Dann regt er sich halt wieder ab.
Heute bin ich mit Ali Baba auf dem Stoppelfeld gewesen, um mal wieder so richtig zu
galoppieren. So weit, so gut.
Locker im Schritt dorthin geritten, dann ein wenig getrabt und angaloppiert.
Ali Baba kennt das Feld. Und es gibt nichts (aus meiner Sicht), was sich verändert hätte, seit dem
letzten Mal.
Nur die Temperatur. Tja, und wenn Pony friert, dann findet er Gründe und Gespenster.
Zum Glück ist er so freundlich, mich jedes Mal erst vorsichtig darauf aufmerksam zu machen, dass er sich demnächst furchtbar erschrecken muss.
Und so sausten wir die lange Gerade in fröhlichem Tempo entlang, als Ali Baba zu glotzen anfing.
Die Runde vorher war noch nix. Aber nun: ganz sicher, ein Gespenst oder so etwas. Auf jeden Fall
ein Grund, die Kurve zu kratzen und das Tempo zu erhöhen.
Aber dann kamen wir am Ausgang vorbei und Ali Baba wurde sehr schnell sehr viel langsamer und wollte dann doch lieber nach Hause.
Und das ist auch der Vorteil bei diesem großen Helden. Er kann sich furchtbar aufregen. Aber irgendwann ist ihm der Aufwand einfach zu groß. Dann regt er sich halt wieder ab.
Montag, 19. November 2018
Gib niemals auf!
Letzte Woche habe Ali Baba eingeladen und bin mit ihm zur
Reitstunde gefahren. Wir waren beide nervös. Denn die Reitstunde davor ist vor fast
eineinhalb Jahren gewesen. Damals war ab dem nächsten Tag alles furchtbar.
Denn da hatte Ali Baba ein schweren Reheschub. Die ganze
Sache war bei ihm durch Stress ausgelöst worden. Und Stress macht nun mal
krank. Es kamen ein paar Faktoren zusammen.
Nachdem Opa Gaylord gestorben war, lief hier alles den Bach
herunter. Ali Baba hatte sich zwar direkt verabschiedet von ihm, aber er vermisste
ihn so sehr.
Gaylord war 34 Jahre alt geworden und an Altersschwäche
gestorben. Er war umgefallen und nicht mehr gewillt gewesen, aufzustehen. Und
auch ohne Spritze wäre er innerhalb von ein paar Stunden im Himmel gewesen.
Nachdem Gaylord tot war, war Ali Baba nicht mehr Derselbe.
Er war unruhig und hatte auch keine Lust mehr, so richtig zu arbeiten.
Gelegentlich dachte ich mir, dass seine Füße weh taten. Aber alle Anderen beruhigten
mich. Es wäre nichts zu sehen und zu fühlen.
Doch dann war es so weit. Morgens lief er noch im Galopp auf
die Wiese, abends kam er nur unter Schmerzen zurück. Seitdem habe ich viel
gelernt, nicht nur über Hufrehe. Das hatten früher auch schon mal Pferde aus
den unterschiedlichsten Gründen.
Nein, darüber, wirklich niemals aufzugeben, so lange noch
Hoffnung besteht. Und auch andere Wege zu gehen, die vielleicht obskur klingen
und Sachen auszuprobieren, von denen man vorher noch nicht einmal gehört hatte!
Und nun darf ich heute wieder mit ihm los. Er läuft
einwandfrei und will sogar wieder springen, was ich in meinen kühnsten Träumen
nie geglaubt hätte! Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich diese Chance bekommen
habe, mit Ali Baba noch weitere schöne Dinge erleben zu dürfen.
Montag, 12. November 2018
Das war mal eine Reitstunde!
Letzte Woche war es so weit. Ich hatte Zeit. Und mein Challenge-Ziel vor Augen, fuhr ich zum Reitunterricht.
Ich war mehr als rechtzeitig da, damit Shiny und ich uns
wieder an das Reiten in der Halle gewöhnen konnten. Heute wollte ich endlich
bei einem Lehrer Unterricht nehmen, der sonst immer dann unterrichtete, wenn
ich keine Zeit hatte.
Es sein guter, strenger Dressur-Reitlehrer... Dieser kam eine
halbe Stunde später, als geplant. Da waren Shine Bright und ich eigentlich schon
müde. Denn die super Kondition haben wir noch nicht wieder. War doch eine lange
Zeit, in der ich keinen Sattel hatte.
Shiny zeigte sich von ihrer faulsten Seite, weil sie nach
Hause wollte. Ich war nach ungefähr fünfzehn Minuten einem Herzinfarkt nahe.
Nein, nicht vor Angst. Diese Zeiten sind nun vorbei. Das Pferd meinte, ich hätte
da lange genug oben gesessen und sonst wollte ich doch immer, dass sie ruhig
war. So ruhig wollte ich es denn auch wieder nicht. Dass ich auch nie zufrieden sein kann. ;)
Wir haben so Einiges mit nach Hause nehmen können. Ich
wusste vorher schon, wo unsere Hauptschwierigkeiten im Moment zu finden sind. Und genau
daran haben wir auch gearbeitet.
Aber nicht nur Shiny war todmüde nach der Stunde, ich auch. Und ich hatte doch schon ein mulmiges Gefühl, als mich vor der Stunde jemand ansprach mit den Worten: Na, da werdet ihr aber schön schwitzen heute... Jo, kann ich bestätigen.
Zur Belohnung wollte ich dann gestern ein bisschen springen.
Und siehe da, auch Shine Bright gefiel das. Das war wirklich schön!
Und dann kam auch Ali Baba wieder ins Spiel. Auch mit ihm
bin ich gestern das erste Mal wieder gesprungen, eine kleine Reihe. Und er
wollte wieder! Um genau zu sein: Pferd sprang trotz reiterlicher Einwirkung, um
es mit den Worten von Johannes Beck-Broichsitter zu erklären.
Eineinhalb Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet. Es war
unbeschreiblich wieder dieses Funkeln in Ali Babas Augen zu sehen. Und ja, die
Stangen waren sehr sehr klein aufgebaut. Für mich aber war es, als hätten wir
an einer Olympiade teilgenommen.
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