Samstag war es so weit. Ich wollte mit meiner jungen Stute einen Ritt zu einer Bekannten wagen.
Meine Reitbeteiligung hatte keine Zeit, so dass ich dieses Mal ohne Begleitung los musste.
Ich hatte schon öfter kleinere Ausritte alleine gemacht mit Shine Bright und war auch schon mal auf dem Stoppelfeld gewesen mit und ohne Hilfe eines anderen Ponys.
Nun aber wollte ich alleine dort hinreiten, um bei meiner Bekannten auf dem Springplatz meinem Pferdchen schon mal fremde Stangen zu zeigen. An wirkliches Springen war und ist natürlich noch nicht zu denken.
Wir hatten viel reitfreie Zeit aus diversen Gründen, so dass ich eigentlich nicht so recht voran kam mit ihr. Aber dafür klappten grundsätzliche Dinge, wie stehenbleiben beim Aufsteigen oder als Handpferd mitgehen in jeder Gangart, fast perfekt.
Der Weg dorthin war schon fast als unspektulär zu bezeichnen. Selbst die Kühe machten Shiny nichts aus. Bei den Hunden, die im Außenzwinger waren, schaute sie und blieb kurz stehen, aber dann ging sie gleich weiter.
Selbst als ein Autofahrer anhielt und sich kurz mit mir unterhielt, blieb sie recht gelassen. Dann aber kamen wir in Augenhöhe des Reitplatzes an. Und siehe da, dort wartete schon ein Haflinger auf uns.
Shine Bright blieb wie angwurzelt mitten auf der Straße stehen. "Das gibt`s doch nicht", war ihre Meinung dazu. Ich war schon zwei Mal hier vorbeigeritten mit ihr, allerdings in Begleitung von Grace und jedes Mal war der Platz leer gewesen. Das ging nun wirklich zu weit! Wie kann sich plötzlich etwas verändert haben!
So brauchten wir für die letzten einhundert Meter doch bestimmt drei Minuten. Aber dann kamen wir endlich an. Zunächst mussten wir noch an einem offenen Pferdeanhänger vorbei, auf dessen Rampe es sich eine Katze in den Transportgamaschen des Haffis gemütlich gemacht hatte. Aber weder Kater noch Pferd ließen sich von dem gegenseitigen Anblick aus der Ruhe bringen.
Auf dem Reitplatz selbst waren natürlich viele ungewohnte Sachen, aber nachdem Shiny ein bisschen geguckt hatte, ging es ganz gut. Zunächst meinte sie, hinter dem Haflinger herlaufen zu wollen, war aber dann damit einverstanden, doch den Weg zu nehmen, den ich vorgeschlagen hatte.
Meine Bekannte legte ein paar Stangen auf den Boden zwischen den Hindernisständern und mit großem Aufwand, aber sonst wirklich artig, trabte Shine Bright darüber.
Leider waren wir ja noch nicht so viel galoppiert. Der letzte Galopp hatte auf einem Stoppelfeld stattgefunden und Shiny meinte, dort einmal das Bocken ausprobieren zu müssen. Entsprechend vorsichtig und unsicher war ich .
Ich saß also wie der letzte Anfänger auf dem Pferd und bekam prompt mehrere, verdiente Rüffel. Ich lehnte mich viel zu weit nach vorne und mein armes Pferdchen bekam die Vorderhufe schon nicht mehr hoch. Das Resultat war, dass sie dadurch dermaßen in ihren einen neuen Hufschuh trat, dass er kaputtging. So ein Ärger.
Zum Glück kann ich ihn nähen, und ich habe auch noch einen alten Ersatzschuh zu Hause. Der Lerneffekt trat dann bei mir aber sofort ein und ich richtete mich mehr auf. Außerdem konnte ich auch plötzlich wieder in Richtung Pferdemaul mit der Hand nachgeben, anstatt rückwärts einzuwirken. Manchmal braucht es solche stärkeren Eindrücke für mich, damit ich reagiere.
Am Ende waren wir beide ganz schön müde und Shiny musste nun auch noch ohne die Hufschuhe nach Hause laufen. So gingen wir gemütlich im Schritt zurück und konnten im Nachhinein fest- stellen, dass wir eine Menge gelernt hatten an diesem Tag.
Am nächsten Mittag nahm ich sie an die Longe, denn sie hatte doch ein bisschen Muskelkater. Trotz der Anstrengung des vorhergehenden Tages war sie aber gut gelaunt und kam an, als ich sie rief und sie aufhalftern wollte. Das ist bei Madame nicht gerade selbstverständlich, da sie manchmal auch überhaupt keine Lust hat, bewegt zu werden.
Also kann ich im Nachhinein sagen, dass es doch positiv war, über den eigenen Schatten zu springen, obwohl ich vor Aufregung das Martingal vergessen hatte, das ich mir extra geliehen hatte, sowie das Geld, um den Unterricht zu bezahlen.
Man wächst eben doch nur mit seinen Aufgaben. :)
In diesem Blog geht es um Pferde, reine ätherische Öle, Tierkommunikation und das Leben als Pferdehalter in Eigenregie.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Freitag, 12. September 2014
Ein Springturnier unter erschwerten Bedingungen
Ich war aufgeregt. Es sollte mit meinem Welsh-Cob zum Hunterspringen gehen auf eine große Rennbahn.
In den schönsten Farbe malte ich mir aus, wie es wohl wäre, auf quasi geheiligtem Geläuf zu reiten.
Ali Baba war guter Dinge, und obwohl er in der letzten Zeit Rückenprobleme hatte, war er doch gewillt und sehr fröhlich beim Springen. Leider passten aber die Maße zwischen den Kombinationen und in den Distanzen im Moment nicht so gut für ihn. Ich hatte ihn, trotz seiner gerade Mal 1,48m als Großpferd eintragen lassen, da ich nicht gegen ganz kleine Ponys starten wollte. Nun musste er sich immer sehr anstrengen, damit er die großen Abstände schaffte. Im Moment klappte es halt nicht, da er den Rücken doch teilweise sehr festhielt, aber wir hatten trotzdem Spaß.
Die Fahrt zum Turnierplatz führte uns einmal quer durch Hamburg und dauerte dementsprechend lange.
Irgendwie fand ich auch den Weg mit Hilfe meiner Begleiterin, obwohl wir weder Navi noch Stadtplan hatten. Man muss auch mal Glück haben. :)
Am Einlass angekommen, wurde zunächst der Equidenpass kontrolliert und eine Wegbeschreibung zu den Parkplätzen überreicht. Wir waren zwar sehr früh, aber der erste Parkplatz war schon recht voll. Da ich immer Angst habe, mit meinem Auto nicht mehr vom Grasboden herunterzukommen, parkte ich wie ein Landvogt und brauchte entsprechend viel Platz.
Zum Glück konnte man den Parkplatz nebenan auch noch benutzen. Zwei Herren mit dicken Geländewagen meinten irgendwelche Bemerkungen machen zu müssen. Ich dachte mir nur, dass ich mein Auto kennen würde und eben Automatik mit Heckantrieb bei rutschigem Boden nicht mit einem Allradgeländewagen mithalten kann. Wenn die so prima Autos haben und so gut fahren können, dann können sie eben anders parken als ich.
Auf ging es zur Meldestelle. Dort saß man etwas blass herum und erklärte mir und einer anderen Dame, die gerade Startbereitschaft erklären wollte, dass der Abreiteplatz größentechnisch sehr übersichtlich sei. Aber man könne auf den Grasplatz und den Weg drum herum ausweichen. Leider würden dort aber Gehwegplatten liegen und Schotter.
So schlimm konnte es nicht sein, dachte ich mir. Dann aber sah ich den Platz. OMG! Er war ungefähr halb so groß, wie ein 20 x 40 Meter Reitplatz. In der Mitte standen 2 Hindernisse, die man natürlich nicht anreiten konnte, ohne über den Rand vom Sand zu kommen. Tja und der Rest bestand aus Schotter, Gehwegplatten und etwas entfernt auch ein kleines Grasstück zum Zirkel reiten. Das konnte lustig werden.
Einige Starter verzichteten direkt auf ihren Einsatz, manche hatten schon beim Abreiten große Probleme, die sich dann im Parcours fortsetzten. Da ich mit Ali Baba auch nicht vorwärts reiten konnte beim Warmreiten, verzögerte er prompt in der Kombination und baute einen Galoppsprung zu viel ein. Außerdem war der Sand, der extra für dieses Event aufgeschüttet worden so tief, dass selbst die Großpferde in den Distanzen teilweise einen Galoppsprung mehr benötigten, als vorgesehen. Der Parcoursbauer hatte schon versucht, die Sprünge den Bodenverhältnissen anzupassen und die Abstände verkürzt, aber es reichte nicht für jeden.
Wir waren gerade eben nicht platziert worden, und ich überlegte mir, ob ich ihn noch ein Mal durch den schweren Boden schicken sollte, um das 95er Hunter-Springen mitzureiten.
Beim zweiten Springen waren dann nur noch etwas über 20 Starter, einige Pferde verweigerten schon bei den ersten Hindernissen. Der Boden war einfach zu tief. Ali Baba wollte aber anscheinend und ging schon mal zum Einritt. Na, dachte ich mir, zur Not hören wir nach der Hälfte auf. Allerdings hatte ich dem Pony erklärt, dass wir wohl ohne den Sack Müsli nach Hause fahren müssten, da wir so einen Parcours nicht meistern konnten.
Da hatte ich aber die Rechnung ohne Ali Baba gemacht. Er stolzierte in die Bahn, spannte alle seine Muskeln und galoppierte los. Er stampfte durch die Ecken im tiefen Sand, als hätte er acht Beine wie Sleipnir und kämpfte wie noch nie. Er pflügte quasi durch den Boden und streckte sich, so sehr er konnte.
Ich war ihm nur noch in sofern eine Hilfe, als dass ich ihm den Weg zeigte, alles andere machte er alleine. Mit größter Anstrengung schaffte er dieses Mal auch die Kombination und fehlerlos kamen wir ins Ziel! Ali Baba genoss den Applaus, den er mehr als zu recht bekam. Ich war super stolz, und die Wertnote war mir sowieso egal.
Am Ende hatten wir tatsächlich den dritten Platz erreicht und bekamen das schwer verdiente Müsli. Die Schleifen waren wohl vergessen worden zu bestellen, denn auf denen, die wir bekamen, stand der Name eines anderen Reitstalles. Na wenigstens bekamen wir die richtigen Farben, was bei der Siegerehrung zum ersten Springen erst beim zweiten Versuch geklappt hatte.
Zufrieden und glücklich fuhren wir nach Hause und die Pferde bekommen jetzt jeden Tag ihr Super-Müsli.
In den schönsten Farbe malte ich mir aus, wie es wohl wäre, auf quasi geheiligtem Geläuf zu reiten.
Ali Baba war guter Dinge, und obwohl er in der letzten Zeit Rückenprobleme hatte, war er doch gewillt und sehr fröhlich beim Springen. Leider passten aber die Maße zwischen den Kombinationen und in den Distanzen im Moment nicht so gut für ihn. Ich hatte ihn, trotz seiner gerade Mal 1,48m als Großpferd eintragen lassen, da ich nicht gegen ganz kleine Ponys starten wollte. Nun musste er sich immer sehr anstrengen, damit er die großen Abstände schaffte. Im Moment klappte es halt nicht, da er den Rücken doch teilweise sehr festhielt, aber wir hatten trotzdem Spaß.
Die Fahrt zum Turnierplatz führte uns einmal quer durch Hamburg und dauerte dementsprechend lange.
Irgendwie fand ich auch den Weg mit Hilfe meiner Begleiterin, obwohl wir weder Navi noch Stadtplan hatten. Man muss auch mal Glück haben. :)
Am Einlass angekommen, wurde zunächst der Equidenpass kontrolliert und eine Wegbeschreibung zu den Parkplätzen überreicht. Wir waren zwar sehr früh, aber der erste Parkplatz war schon recht voll. Da ich immer Angst habe, mit meinem Auto nicht mehr vom Grasboden herunterzukommen, parkte ich wie ein Landvogt und brauchte entsprechend viel Platz.
Zum Glück konnte man den Parkplatz nebenan auch noch benutzen. Zwei Herren mit dicken Geländewagen meinten irgendwelche Bemerkungen machen zu müssen. Ich dachte mir nur, dass ich mein Auto kennen würde und eben Automatik mit Heckantrieb bei rutschigem Boden nicht mit einem Allradgeländewagen mithalten kann. Wenn die so prima Autos haben und so gut fahren können, dann können sie eben anders parken als ich.
Auf ging es zur Meldestelle. Dort saß man etwas blass herum und erklärte mir und einer anderen Dame, die gerade Startbereitschaft erklären wollte, dass der Abreiteplatz größentechnisch sehr übersichtlich sei. Aber man könne auf den Grasplatz und den Weg drum herum ausweichen. Leider würden dort aber Gehwegplatten liegen und Schotter.
So schlimm konnte es nicht sein, dachte ich mir. Dann aber sah ich den Platz. OMG! Er war ungefähr halb so groß, wie ein 20 x 40 Meter Reitplatz. In der Mitte standen 2 Hindernisse, die man natürlich nicht anreiten konnte, ohne über den Rand vom Sand zu kommen. Tja und der Rest bestand aus Schotter, Gehwegplatten und etwas entfernt auch ein kleines Grasstück zum Zirkel reiten. Das konnte lustig werden.
Einige Starter verzichteten direkt auf ihren Einsatz, manche hatten schon beim Abreiten große Probleme, die sich dann im Parcours fortsetzten. Da ich mit Ali Baba auch nicht vorwärts reiten konnte beim Warmreiten, verzögerte er prompt in der Kombination und baute einen Galoppsprung zu viel ein. Außerdem war der Sand, der extra für dieses Event aufgeschüttet worden so tief, dass selbst die Großpferde in den Distanzen teilweise einen Galoppsprung mehr benötigten, als vorgesehen. Der Parcoursbauer hatte schon versucht, die Sprünge den Bodenverhältnissen anzupassen und die Abstände verkürzt, aber es reichte nicht für jeden.
Wir waren gerade eben nicht platziert worden, und ich überlegte mir, ob ich ihn noch ein Mal durch den schweren Boden schicken sollte, um das 95er Hunter-Springen mitzureiten.
Beim zweiten Springen waren dann nur noch etwas über 20 Starter, einige Pferde verweigerten schon bei den ersten Hindernissen. Der Boden war einfach zu tief. Ali Baba wollte aber anscheinend und ging schon mal zum Einritt. Na, dachte ich mir, zur Not hören wir nach der Hälfte auf. Allerdings hatte ich dem Pony erklärt, dass wir wohl ohne den Sack Müsli nach Hause fahren müssten, da wir so einen Parcours nicht meistern konnten.
Da hatte ich aber die Rechnung ohne Ali Baba gemacht. Er stolzierte in die Bahn, spannte alle seine Muskeln und galoppierte los. Er stampfte durch die Ecken im tiefen Sand, als hätte er acht Beine wie Sleipnir und kämpfte wie noch nie. Er pflügte quasi durch den Boden und streckte sich, so sehr er konnte.
Ich war ihm nur noch in sofern eine Hilfe, als dass ich ihm den Weg zeigte, alles andere machte er alleine. Mit größter Anstrengung schaffte er dieses Mal auch die Kombination und fehlerlos kamen wir ins Ziel! Ali Baba genoss den Applaus, den er mehr als zu recht bekam. Ich war super stolz, und die Wertnote war mir sowieso egal.
Am Ende hatten wir tatsächlich den dritten Platz erreicht und bekamen das schwer verdiente Müsli. Die Schleifen waren wohl vergessen worden zu bestellen, denn auf denen, die wir bekamen, stand der Name eines anderen Reitstalles. Na wenigstens bekamen wir die richtigen Farben, was bei der Siegerehrung zum ersten Springen erst beim zweiten Versuch geklappt hatte.
Zufrieden und glücklich fuhren wir nach Hause und die Pferde bekommen jetzt jeden Tag ihr Super-Müsli.
Donnerstag, 28. August 2014
Tierkommunikation und Kinesiologie, ein kurzer Bericht
Seit 2004 mache ich Kinesiologie und Tierkommunikation. Es hat alles mit der harmlosen Frage meiner Tierärztin angefangen, ob ich mir nicht vorstellen könnte, in ihrer Praxis zu helfen.
Ich schaute sie damals entsetzt an, hatte ich doch keinerlei Ausbildung zur Tierarzthelferin. Dann erklärte sie mir, worum es ging.
Tiere, bei denen die Schulmedizin nicht weiter zu helfen vermag oder man auch keine eindeutige Diagnose stellen kann, können per Kinesiologie getestet werden. Stark vereinfacht geht es im Wesentlichen darum, dass ein Muskel stark ist, wenn die Antwort auf die Frage, die man stellt, stimmt. Testet der Muskel schwach, lautet die Antwort "nein".
Diese Tests werden seit vielen Jahren bei Menschen durchgeführt, aber man kann eben durch einen Menschen ein Tier testen. Die sogenannte Surrogatperson versetzt sich in das Geschöpf hinein und stellt seinen eigenen Körper zum Testen zur Verfügung.
Mit der Zeit fing ich an, die Antworten schon zu geben, bevor die Frage zu Ende gestellt war und redete auch so mal einfach drauf los. Hier begann ein fließender Übergang zur Tierkommunikation. Ich versetzte mich teilweise so gut in die Tiere, dass ich deren Beschwerden schon fast zu gut fühlen konnte. Sehr unangenehm wurde es, als ich Tester für ein Huhn mit Milbenbefall war. Ich weiß jetzt, dass ich meinem ärgsten Feind keine Milben wünsche, weil es unendlich stark juckt! :)
Durch meine Familie stark vorbelastet im esoterischen Bereich, erschien mir diese Art der Kommunikation nicht ungewöhnlich, war aber manchmal doch sehr über die Ergebnisse überrascht.
Später hatte ich die Möglichkeit an Basis- und Aufbaulehrgängen zur Geistheilung teilzunehmen, worin es nicht nur um Tierkommunikation geht, sondern eben um die Geistheilung von Wesen (Menschen, Tieren, Pflanzen etc.).
Durch private Umstände musste ich dann leider bei der Tierärztin aufhören zu arbeiten und machte nur noch gelegentlich Tierkommunikation und Kinesiologie.
In letzter Zeit aber steigt die Nachfrage sehr stark an, und ich freue mich, dass die Menschen um mich herum bereit sind, Ihren Tieren zuzuhören und auch über sich selbst zu lernen.
Aufgrund der vielen Anfragen gebe ich nun Seminare in Tierkommunikation und arbeite auch wieder vermehrt mit Tieren und "ihren" Menschen.
Ich schaute sie damals entsetzt an, hatte ich doch keinerlei Ausbildung zur Tierarzthelferin. Dann erklärte sie mir, worum es ging.
Tiere, bei denen die Schulmedizin nicht weiter zu helfen vermag oder man auch keine eindeutige Diagnose stellen kann, können per Kinesiologie getestet werden. Stark vereinfacht geht es im Wesentlichen darum, dass ein Muskel stark ist, wenn die Antwort auf die Frage, die man stellt, stimmt. Testet der Muskel schwach, lautet die Antwort "nein".
Diese Tests werden seit vielen Jahren bei Menschen durchgeführt, aber man kann eben durch einen Menschen ein Tier testen. Die sogenannte Surrogatperson versetzt sich in das Geschöpf hinein und stellt seinen eigenen Körper zum Testen zur Verfügung.
Mit der Zeit fing ich an, die Antworten schon zu geben, bevor die Frage zu Ende gestellt war und redete auch so mal einfach drauf los. Hier begann ein fließender Übergang zur Tierkommunikation. Ich versetzte mich teilweise so gut in die Tiere, dass ich deren Beschwerden schon fast zu gut fühlen konnte. Sehr unangenehm wurde es, als ich Tester für ein Huhn mit Milbenbefall war. Ich weiß jetzt, dass ich meinem ärgsten Feind keine Milben wünsche, weil es unendlich stark juckt! :)
Durch meine Familie stark vorbelastet im esoterischen Bereich, erschien mir diese Art der Kommunikation nicht ungewöhnlich, war aber manchmal doch sehr über die Ergebnisse überrascht.
Später hatte ich die Möglichkeit an Basis- und Aufbaulehrgängen zur Geistheilung teilzunehmen, worin es nicht nur um Tierkommunikation geht, sondern eben um die Geistheilung von Wesen (Menschen, Tieren, Pflanzen etc.).
Durch private Umstände musste ich dann leider bei der Tierärztin aufhören zu arbeiten und machte nur noch gelegentlich Tierkommunikation und Kinesiologie.
In letzter Zeit aber steigt die Nachfrage sehr stark an, und ich freue mich, dass die Menschen um mich herum bereit sind, Ihren Tieren zuzuhören und auch über sich selbst zu lernen.
Aufgrund der vielen Anfragen gebe ich nun Seminare in Tierkommunikation und arbeite auch wieder vermehrt mit Tieren und "ihren" Menschen.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Eine katastrophale Springstunde!
Gestern war es wieder so weit. Es stand eine Springstunde bei einem sehr guten Reitlehrer an. Nachdem ich in der ersten Stunde bei ihm leider den Dressursattel eingepackt hatte und ein fürchterliches Bild abgegeben hatte, sollte es dieses Mal doch besser laufen.
Wer schon mal unfreiwillig im Dressursattel springen musste, kann bestimmt mein Unwohlsein nachfühlen. Außerdem fühlte ich mich sowieso ein wenig fehl am Platze, da ansonsten nur Riesenholsteiner und andere sehr gute Großpferde samt ihren sehr guten Reitern dort vertreten waren.
Aber mutig und kühn auf ein Neues. Der Unterricht fand dieses Mal an einem anderen Ort statt. Dort in der Nähe hatten meine Pferde früher gewohnt und Ali Baba schien sich zu erinnern. Er war recht aufgeregt. Ich war komischerweise als Erste da und rief erst mal eine andere Reiterin an, ob meine eingetragene Uhrzeit stimmte, denn es sollte in fünfzehn Minuten losgehen. Doches alles war gut, da kamen schon die anderen mit drei Pferdeanhängern auf den Hof gefahren.
Es stellte sich heraus, dass wir etwas später beginnen würden, da noch weitere Teilnehmer von außerhalb erwartet wurden. Puh, wir waren dann sechs Paare, also fünf Großpferde samt Reitern und ich dazwischen. Mir wurde es schon sehr unbehaglich.
Beim Abreiten merkte ich bereits, dass das Pony quengelig war. Ich schob das auf meine eigenen Gefühle und ritt munter weiter. Irgendwann dachte ich noch, dass er vielleicht Hunger hätte, weil er schon drei Stunden im Paddock gestanden hatte, als ich ihn zum Verladen holen wollte. Na ja, andere Pferde stehen viel länger ohne Futter da.
Zuerst sollten wir über Stangen traben. Schon da tat mein Pony so, als würde ich gar nicht oben sitzen, schaute sich Gespenster in den Büschen an und trabte wie ein Zug mit viereckigen Rädern über die blöden Dinger.
Die ersten Sprünge waren ähnlich, er ließ sich nicht in die Ecken reiten oder aufnehmen, machte seine Sache aber immer noch einigermaßen passsend.
Dann sollten wir über einen Wassergraben und danach einen etwas größeren Oxer überwinden. Der Graben war überhaupt kein Problem, aber bei dem grün-weißen Oxer war Schluß. Mit Volldampf galoppierte er darauf zu, um im letzten Moment eine Vollbremsung zu machen und nach rechts auszuscheren. Mein linkes Knie blieb im Ständer hängen, es schepperte ordentlich. Daraufhin erschreckte er sich noch mehr, lief weiter auf den Zaun zu und bockte. Zack, machte ich einen eleganten Abflug auf den Zaun und das Pony lief entsetzt weiter.
Alle fragten, ob etwas passiert sei. Nein, alles gut, gleich wieder rauf auf`s Pferd, ein Mal tief Luft holen und das Gleiche noch mal reiten. Ali Baba stockte und überlegte schon einige Meter vorher, wieder zu verweigern, da machte ich dieses Mal aber lieber direkt die Beine zu. Da er merkte, dass er auf keinen Fall um die Aufgabe herum kam, sprang er dann direkt ab. Viel zu früh, viel zu hoch und fast hätte es mich noch mal erwischt. Na danke!
Dann sollten wir eine Abfolge von drei Hindernissen reiten, das grüne war auch wieder dabei. Ali Baba und ich rissen uns noch mal zusammen, und es lief ganz ordentlich. Er kam mit guter Manier darüber, und ich konnte ihn einigermaßen dirigieren.
Ich ritt daraufhin sofort zum dem Reitlehrer hin und erklärte ihm, dass ich jetzt aufhören würde, da wir nicht mehr besser werden würden heute. Ich wollte auch keinen endlosen Streit mit dem Pony anfangen.
Irgendetwas war ja nicht in Ordnung mit ihm.
Also ritt ich noch ein wenig Schritt, wobei er sich vor jedem Grashalm erschreckte, sattelte ihn dann ab und stellte ihn auf den Pferdeanhänger. Und da erfuhr ich dann des Rätsels Lösung! Kaum war die Klappe hinten zu, pinkelte das arme Pferdchen den ganzen Transporter voll! Leider kann Ali Baba auf keinen Fall in der Öffentlichkeit pieschern, wenn wir irgendwo unterwegs sind, so dass er immer darauf angewiesen ist, auf dem Pferdeanhänger zu stehen, wenn er mal muss.
Der arme Kerl! Als wir dann nach Hause kamen, meinte er allerdings, aus dem Anhänger rückwärts heraustraben zu müssen und rannte mich noch fast über den Haufen. So hatten wir nicht gewettet. Nun musste er noch mal wieder da `rauf und warten, bis ich ihm das Zeichen zum Herauskommen gab.
Was für ein schrecklicher Tag! Heute haben wir beide Pause voneinander, und ich werde nur mit ein Paar Leckerchen für alle auf die Weide gehen. Hoffentlich läuft es beim nächsten Mal besser!
Wer schon mal unfreiwillig im Dressursattel springen musste, kann bestimmt mein Unwohlsein nachfühlen. Außerdem fühlte ich mich sowieso ein wenig fehl am Platze, da ansonsten nur Riesenholsteiner und andere sehr gute Großpferde samt ihren sehr guten Reitern dort vertreten waren.
Aber mutig und kühn auf ein Neues. Der Unterricht fand dieses Mal an einem anderen Ort statt. Dort in der Nähe hatten meine Pferde früher gewohnt und Ali Baba schien sich zu erinnern. Er war recht aufgeregt. Ich war komischerweise als Erste da und rief erst mal eine andere Reiterin an, ob meine eingetragene Uhrzeit stimmte, denn es sollte in fünfzehn Minuten losgehen. Doches alles war gut, da kamen schon die anderen mit drei Pferdeanhängern auf den Hof gefahren.
Es stellte sich heraus, dass wir etwas später beginnen würden, da noch weitere Teilnehmer von außerhalb erwartet wurden. Puh, wir waren dann sechs Paare, also fünf Großpferde samt Reitern und ich dazwischen. Mir wurde es schon sehr unbehaglich.
Beim Abreiten merkte ich bereits, dass das Pony quengelig war. Ich schob das auf meine eigenen Gefühle und ritt munter weiter. Irgendwann dachte ich noch, dass er vielleicht Hunger hätte, weil er schon drei Stunden im Paddock gestanden hatte, als ich ihn zum Verladen holen wollte. Na ja, andere Pferde stehen viel länger ohne Futter da.
Zuerst sollten wir über Stangen traben. Schon da tat mein Pony so, als würde ich gar nicht oben sitzen, schaute sich Gespenster in den Büschen an und trabte wie ein Zug mit viereckigen Rädern über die blöden Dinger.
Die ersten Sprünge waren ähnlich, er ließ sich nicht in die Ecken reiten oder aufnehmen, machte seine Sache aber immer noch einigermaßen passsend.
Dann sollten wir über einen Wassergraben und danach einen etwas größeren Oxer überwinden. Der Graben war überhaupt kein Problem, aber bei dem grün-weißen Oxer war Schluß. Mit Volldampf galoppierte er darauf zu, um im letzten Moment eine Vollbremsung zu machen und nach rechts auszuscheren. Mein linkes Knie blieb im Ständer hängen, es schepperte ordentlich. Daraufhin erschreckte er sich noch mehr, lief weiter auf den Zaun zu und bockte. Zack, machte ich einen eleganten Abflug auf den Zaun und das Pony lief entsetzt weiter.
Alle fragten, ob etwas passiert sei. Nein, alles gut, gleich wieder rauf auf`s Pferd, ein Mal tief Luft holen und das Gleiche noch mal reiten. Ali Baba stockte und überlegte schon einige Meter vorher, wieder zu verweigern, da machte ich dieses Mal aber lieber direkt die Beine zu. Da er merkte, dass er auf keinen Fall um die Aufgabe herum kam, sprang er dann direkt ab. Viel zu früh, viel zu hoch und fast hätte es mich noch mal erwischt. Na danke!
Dann sollten wir eine Abfolge von drei Hindernissen reiten, das grüne war auch wieder dabei. Ali Baba und ich rissen uns noch mal zusammen, und es lief ganz ordentlich. Er kam mit guter Manier darüber, und ich konnte ihn einigermaßen dirigieren.
Ich ritt daraufhin sofort zum dem Reitlehrer hin und erklärte ihm, dass ich jetzt aufhören würde, da wir nicht mehr besser werden würden heute. Ich wollte auch keinen endlosen Streit mit dem Pony anfangen.
Irgendetwas war ja nicht in Ordnung mit ihm.
Also ritt ich noch ein wenig Schritt, wobei er sich vor jedem Grashalm erschreckte, sattelte ihn dann ab und stellte ihn auf den Pferdeanhänger. Und da erfuhr ich dann des Rätsels Lösung! Kaum war die Klappe hinten zu, pinkelte das arme Pferdchen den ganzen Transporter voll! Leider kann Ali Baba auf keinen Fall in der Öffentlichkeit pieschern, wenn wir irgendwo unterwegs sind, so dass er immer darauf angewiesen ist, auf dem Pferdeanhänger zu stehen, wenn er mal muss.
Der arme Kerl! Als wir dann nach Hause kamen, meinte er allerdings, aus dem Anhänger rückwärts heraustraben zu müssen und rannte mich noch fast über den Haufen. So hatten wir nicht gewettet. Nun musste er noch mal wieder da `rauf und warten, bis ich ihm das Zeichen zum Herauskommen gab.
Was für ein schrecklicher Tag! Heute haben wir beide Pause voneinander, und ich werde nur mit ein Paar Leckerchen für alle auf die Weide gehen. Hoffentlich läuft es beim nächsten Mal besser!
Freitag, 27. Juni 2014
Freiheitsdressur oder Spaß und Gelassenheit
Vor einigen Tagen hatte ich überhaupt keine Lust zum reiten. Ich war das ganze Wochenende auf Turnier gewesen, und ich hatte einfach keine Meinung, schon wieder auf`s Pferd zu klettern.
So verwandelte ich den Springplatz in einen "Spielplatz", auf dem ich nun zu Fuß mit Pferd an der Hand
einige Übungen machen wollte, die auch bei Gelassenheitsprüfungen und Trails vorkommen. Die Pferde schauten vom Paddock aus zu, was ich machte und dann holte ich den "Kleinen Schwarzen".
Ali Baba weiß, dass solche Aktionen immer mit vielen Leckerlis verbunden sind und zog mich schon mal hinterher, um zur Plane zu gehen. Da weiß er genau, was er machen soll, nämlich drüber laufen oder eventuell auf dem Ding stehen bleiben. Er strahlte mich also an, und ich fragte mich, wozu ich überhaupt einen Strick am Halfter hatte.
Also habe ich ihm den Führstrick über den Hals gelegt und dachte mir, dass man die einfachen Übungen wohl auch hinbekommen sollte, wenn man einfach neben ihm herlief und ihm zeigte, was er machen sollte, indem man es vormachte. Das Pony war außer sich vor Begeisterung und wir joggten über Hindernisse, gingen zwischen hochgelegten Stangen durch, rückwärts durch die Hindernisse und um Pylonen herum. Er versuchte auch nicht, lieber Gras zu fressen, sondern blieb bei mir mit seiner Konzentration.
Heute sollten wir auch eine Übung schaffen, die ihm sonst wirklich Schwierigkeiten bereitete. Ich stellte ihn vor zwei nebeneinanderliegende Stangen und wollte ihn nun rückwärts da durchbugsieren. Normalerweise werden wir beide dann irgendwann nervös, weil er immer Angst hat, auf das Holz zu treten und dann fürchterlich herumzappelt. Dieses Mal klappte es aber schon beim zweiten Anlauf, und Ali Baba war sehr zufrieden mit sich. Dann übten wir noch ein wenig spanischen Schritt und machten auch hier Fortschritte. Allerdings meinte ich, dass man wohl nicht für jeden Schritt ein Leckerli bräuchte. Das sah er anders. Demonstrativ knabberte er immer wieder ein paar Grashalme, um mir zu zeigen, was er von mir wollte. Denn von ihm angeschubst zu werden und meine Taschen durchwühlt zu bekommen, mag ich nicht.
Wir hatten so viel Spaß, dass ich mir dachte, Shine Bright könnte an der Sache auch Gefallen finden.
Also brachte ich Ali Baba zurück in den Auslauf und holte die Große. Sie hasst die Plane, wie die Pest und sieht überhaupt keinen Grund, darüber zu gehen. Pferd kann doch außen herumgehen und so zu den Leckerlis kommen??? Irgendwann merkte sie, dass das wirklich nichts brachte und ich mich nicht erweichen ließ. Also ging sie ganz vorsichtig über die Plane und atmete hörbar aus, als sie drüber war.
Die anderen Übungen waren vergleichsweise einfach mit ihr. Aus irgendeinem Grunde macht sie viele Sachen einfach wie selbstverständlich, andere dagegen überhaupt nicht. Dieses Pferd ist mir einfach ein Rätsel.
Ich hatte unter Anderem auch neun Autoreifen so hingelegt, dass sie dadurch und drüber marschieren sollte. Diese Übung sehe auch ich als gespenstisch an, da die Reifen den Tieren um Hufe und Bein schlagen können, wenn sie drauf treten. Aber bereits nach fünf Minuten ging Shiny dadurch und war nicht sonderlich erschrocken, dass die blöden Gummidinger sich bewegten, wenn sie drauftrat. Leider fand sie diese Übung trotzdem blöd und beim zweiten Mal standen wir wieder "stundenlang" davor. Irgenwann ging sie dann seelenruhig dadurch.
Dafür fand sie es toll, seitwärts über Stangen zu treten. Mit allen meinen anderen Pferden hatte ich immer Probleme, da sie vorwärts oder rückwärts über die Hindernisse wollte, aber nie seitwärts. Bei Shine Bright ging es sofort. Ich kreuzte meine Beine und ging seitwärts und sie machte es nach. Der zweite Versuch ging in die andere Richtung: auch kein Problem.
Schwierigkeiten gab es am Anfang, als sie neben mir antraben sollte. Das kennt sie sehr wohl, hatte aber keine Lust dazu und tat ganz aufgeregt, als ich sie dann mit der Gerte touchierte. Böser Besitzer! Nachdem sie eingesehen hatte, dass es überhaupt nichts hilft, wenn man am Strick zieht oder herumhampelt, ging es einwandfrei. Nun im Trab über ein kleines Hindernis. Nee, das wollte sie auch nicht, sondern ließ sich im Schneckenschritt darüber ziehen. Aber beim zweiten Mal klappte es besser. Und danach machte sie sogar einen kleinen Hüpfer darüber. Ich lobte sie ausgiebig und hoffte, dass sie sich beim nächsten Mal noch dran erinnern würde. Bei Shine Bright weiß man nie. :)
Ich war völlig fertig von dem Gerenne auf dem Platz, aber es war eine schöne Abwechslung zum Reiten. Die Pferde freuten sich über die Leckerlis und waren die ganze Zeit konzentriert und gut gelaunt bei der Sache, so dass dieser Tag für uns rundum gelungen war.
So verwandelte ich den Springplatz in einen "Spielplatz", auf dem ich nun zu Fuß mit Pferd an der Hand
einige Übungen machen wollte, die auch bei Gelassenheitsprüfungen und Trails vorkommen. Die Pferde schauten vom Paddock aus zu, was ich machte und dann holte ich den "Kleinen Schwarzen".
Ali Baba weiß, dass solche Aktionen immer mit vielen Leckerlis verbunden sind und zog mich schon mal hinterher, um zur Plane zu gehen. Da weiß er genau, was er machen soll, nämlich drüber laufen oder eventuell auf dem Ding stehen bleiben. Er strahlte mich also an, und ich fragte mich, wozu ich überhaupt einen Strick am Halfter hatte.
Also habe ich ihm den Führstrick über den Hals gelegt und dachte mir, dass man die einfachen Übungen wohl auch hinbekommen sollte, wenn man einfach neben ihm herlief und ihm zeigte, was er machen sollte, indem man es vormachte. Das Pony war außer sich vor Begeisterung und wir joggten über Hindernisse, gingen zwischen hochgelegten Stangen durch, rückwärts durch die Hindernisse und um Pylonen herum. Er versuchte auch nicht, lieber Gras zu fressen, sondern blieb bei mir mit seiner Konzentration.
Heute sollten wir auch eine Übung schaffen, die ihm sonst wirklich Schwierigkeiten bereitete. Ich stellte ihn vor zwei nebeneinanderliegende Stangen und wollte ihn nun rückwärts da durchbugsieren. Normalerweise werden wir beide dann irgendwann nervös, weil er immer Angst hat, auf das Holz zu treten und dann fürchterlich herumzappelt. Dieses Mal klappte es aber schon beim zweiten Anlauf, und Ali Baba war sehr zufrieden mit sich. Dann übten wir noch ein wenig spanischen Schritt und machten auch hier Fortschritte. Allerdings meinte ich, dass man wohl nicht für jeden Schritt ein Leckerli bräuchte. Das sah er anders. Demonstrativ knabberte er immer wieder ein paar Grashalme, um mir zu zeigen, was er von mir wollte. Denn von ihm angeschubst zu werden und meine Taschen durchwühlt zu bekommen, mag ich nicht.
Wir hatten so viel Spaß, dass ich mir dachte, Shine Bright könnte an der Sache auch Gefallen finden.
Also brachte ich Ali Baba zurück in den Auslauf und holte die Große. Sie hasst die Plane, wie die Pest und sieht überhaupt keinen Grund, darüber zu gehen. Pferd kann doch außen herumgehen und so zu den Leckerlis kommen??? Irgendwann merkte sie, dass das wirklich nichts brachte und ich mich nicht erweichen ließ. Also ging sie ganz vorsichtig über die Plane und atmete hörbar aus, als sie drüber war.
Die anderen Übungen waren vergleichsweise einfach mit ihr. Aus irgendeinem Grunde macht sie viele Sachen einfach wie selbstverständlich, andere dagegen überhaupt nicht. Dieses Pferd ist mir einfach ein Rätsel.
Ich hatte unter Anderem auch neun Autoreifen so hingelegt, dass sie dadurch und drüber marschieren sollte. Diese Übung sehe auch ich als gespenstisch an, da die Reifen den Tieren um Hufe und Bein schlagen können, wenn sie drauf treten. Aber bereits nach fünf Minuten ging Shiny dadurch und war nicht sonderlich erschrocken, dass die blöden Gummidinger sich bewegten, wenn sie drauftrat. Leider fand sie diese Übung trotzdem blöd und beim zweiten Mal standen wir wieder "stundenlang" davor. Irgenwann ging sie dann seelenruhig dadurch.
Dafür fand sie es toll, seitwärts über Stangen zu treten. Mit allen meinen anderen Pferden hatte ich immer Probleme, da sie vorwärts oder rückwärts über die Hindernisse wollte, aber nie seitwärts. Bei Shine Bright ging es sofort. Ich kreuzte meine Beine und ging seitwärts und sie machte es nach. Der zweite Versuch ging in die andere Richtung: auch kein Problem.
Schwierigkeiten gab es am Anfang, als sie neben mir antraben sollte. Das kennt sie sehr wohl, hatte aber keine Lust dazu und tat ganz aufgeregt, als ich sie dann mit der Gerte touchierte. Böser Besitzer! Nachdem sie eingesehen hatte, dass es überhaupt nichts hilft, wenn man am Strick zieht oder herumhampelt, ging es einwandfrei. Nun im Trab über ein kleines Hindernis. Nee, das wollte sie auch nicht, sondern ließ sich im Schneckenschritt darüber ziehen. Aber beim zweiten Mal klappte es besser. Und danach machte sie sogar einen kleinen Hüpfer darüber. Ich lobte sie ausgiebig und hoffte, dass sie sich beim nächsten Mal noch dran erinnern würde. Bei Shine Bright weiß man nie. :)
Ich war völlig fertig von dem Gerenne auf dem Platz, aber es war eine schöne Abwechslung zum Reiten. Die Pferde freuten sich über die Leckerlis und waren die ganze Zeit konzentriert und gut gelaunt bei der Sache, so dass dieser Tag für uns rundum gelungen war.
Dienstag, 24. Juni 2014
Mannschaftsreiten braucht Teamgeist
Am letzten Wochenende war es wieder so weit. Das große Hausturnier unseres Reitvereins stand an. Es ist wirklich eine größere Veranstaltung, die über zwei Tage geht und immer gut besucht ist.
Wie auch in den letzten Jahren wurde ich gebeten, zu helfen und/oder für eine Ponymannschaft mitzureiten. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn ich beides hätte tun können. Aber klonen kann ich mich noch nicht.
Für den Mannschaftsritt hieß es im Vorwege üben, üben, üben. Die Reiter und Pferde einer Gruppe sollen gut zusammenpassen und auch eine gute Mannschaftsdressur zeigen. Wenn man diese Aufgabe einigermaßen gelöst hat, steht dem Rest EIGENTLICH nichts mehr im Wege.
Wir trafen uns also zum Trainieren in verschiedenen Ställen. Ich reite immer mit denen zusammen, die noch keine bis wenig Erfahrung im Turniersport haben und demnach meistens sehr aufgeregt sind. Das Üben klappte aber immer ganz gut. Und die Ponys liefen auch gut zusammen. Mein Kasperpony durfte vorne gehen und konnte sich dann einigermaßen benehmen. Er findet nichts schlimmer, als in der Abteilung zu laufen. Auf dem Abreiteplatz sieht es aus, als würden wir gleich in die L-Dressur gehen, bei Betreten des Prüfungsplatztes mit anderen Pferden ist zappenduster.......
Aber auch er hat sich dieses Mal in der Prüfung zusammen gerissen, und es blieb bei zwei wirklich nur angedeuteten Bocksprüngen. Die anderen Ponys und Reiter hatten ihre Aufgabe sehr gut gemacht und so waren wir frohen Mutes.
Dann ging es darum, dass zwei der Reiter eine Einzeldressuraufgabe reiten mussten. Da waren Ali Baba und ich zum Glück `raus. Wir helfen immer beim Springen aus, weil es so wenig Ponyreiter mit ganz sicheren Springpferden bei uns gibt. Die beiden Mädels waren super gut, und wir rechneten uns schon Chancen aus.
Danach kam das Springen für die Pferde. Ich reite zwar in der Ponymannschaft, springe aber bei den Großen, weil ich keine Lust habe, gegen die ganz jungen Reiter anzutreten. Deshalb habe ich Ali Baba bei Zeiten als Pferd bei der FN gemeldet. Ich glaube er ist auch 1,49m groß, aber ich weiß es nicht genau.
Ali Baba musste von morgens noch etwas gut machen, denn da hatten wir unser A-Springen vergeigt. Der Herr musste ja wieder die Bandenwerbung lesen und rutschte dann aus und stolperte, weil er unkonzentriert war. Im Stilspringen dann die ganze Runde im Kreuzgallop zu gehen und noch ein Hindernis zu reißen, haut die Richter nicht gerade vom Sockel....Aber er war halt sehr verunsichert, weil wir bei so einem nassen, rutschigen Boden auch schon mal gestürzt sind. Und auf die Schnelle eben mal Hufeisen organisieren, geht ja auch nicht am frühen Morgen.
Also sprang das Pony jetzt was das Zeug hielt, verkniff sich den Kreuzgallop und machte auch noch ein nettes Gesicht. Und zack, den 2. Platz, jawoll. Die Mannschaftsteilnehmer freuten sich. Aber es fehlte noch unsere zweite Springreiterin. Sie startete bei den Ponys, und es fing wirklich gut an. Dann aber kam ein Hindernis, dass ein wenig gruselig aussah und das Pony stockte und verweigerte. Danach kamen die beiden leider nicht mehr auf einen Nenner und sie schieden auf Grund weiterer Verweigerungen aus. Wir seufzten alle und waren erst Mal enttäuscht.
Es war ein sehr langer Tag. Morgens um 6.30h hatte ich Ali Baba das erste Mal auf den Anhänger gestellt, abends um 17.15h holte ich ihn nun wieder aus dem Transporter heraus, um die Siegerehrung für die Mannschaft mitzureiten. Wir sahen uns schon auf dem letzten Platz, weil uns nun eine komplette Wertnote fehlte. Mein Pony schlief dann auch prompt ein, als die ersten Mannschaften aufgerufen worden. Fehlte bloß noch, dass er angefangen hätte zu schnarchen.
Aber dann wurde unsere Mannschaft doch aufgerufen. Wir hatten noch den 6. Platz erreicht, weil unsere gemeinsame Dressur so gut gelaufen war. Ich glaube, die Mädels hatten alle viel Spaß und waren auch ein wenig stolz auf ihre Ponys und Leistungen.
Und es ist ein schönes Gefühl in der Siegerehrung zu viert nebeneinander zu reiten in der großen Gruppe. Denn beim Mannschaftsreiten kommen zur Siegerehrung alle Mannschaften mit ihren Pferden noch ein Mal zusammen und reiten die Ehrenrunde alle gemeinsam.
Aber den ganzen gestrigen Tag war ich soooooooooooooo müde. Ich werde wohl doch zu alt für so etwas. ;) Vielen Dank an meine wackern Mädels, die mit so einer ollen Reiterin zusammen reiten und immer gut drauf sind und nett und höflich sind. Super gemacht!
Wie auch in den letzten Jahren wurde ich gebeten, zu helfen und/oder für eine Ponymannschaft mitzureiten. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn ich beides hätte tun können. Aber klonen kann ich mich noch nicht.
Für den Mannschaftsritt hieß es im Vorwege üben, üben, üben. Die Reiter und Pferde einer Gruppe sollen gut zusammenpassen und auch eine gute Mannschaftsdressur zeigen. Wenn man diese Aufgabe einigermaßen gelöst hat, steht dem Rest EIGENTLICH nichts mehr im Wege.
Wir trafen uns also zum Trainieren in verschiedenen Ställen. Ich reite immer mit denen zusammen, die noch keine bis wenig Erfahrung im Turniersport haben und demnach meistens sehr aufgeregt sind. Das Üben klappte aber immer ganz gut. Und die Ponys liefen auch gut zusammen. Mein Kasperpony durfte vorne gehen und konnte sich dann einigermaßen benehmen. Er findet nichts schlimmer, als in der Abteilung zu laufen. Auf dem Abreiteplatz sieht es aus, als würden wir gleich in die L-Dressur gehen, bei Betreten des Prüfungsplatztes mit anderen Pferden ist zappenduster.......
Aber auch er hat sich dieses Mal in der Prüfung zusammen gerissen, und es blieb bei zwei wirklich nur angedeuteten Bocksprüngen. Die anderen Ponys und Reiter hatten ihre Aufgabe sehr gut gemacht und so waren wir frohen Mutes.
Dann ging es darum, dass zwei der Reiter eine Einzeldressuraufgabe reiten mussten. Da waren Ali Baba und ich zum Glück `raus. Wir helfen immer beim Springen aus, weil es so wenig Ponyreiter mit ganz sicheren Springpferden bei uns gibt. Die beiden Mädels waren super gut, und wir rechneten uns schon Chancen aus.
Danach kam das Springen für die Pferde. Ich reite zwar in der Ponymannschaft, springe aber bei den Großen, weil ich keine Lust habe, gegen die ganz jungen Reiter anzutreten. Deshalb habe ich Ali Baba bei Zeiten als Pferd bei der FN gemeldet. Ich glaube er ist auch 1,49m groß, aber ich weiß es nicht genau.
Ali Baba musste von morgens noch etwas gut machen, denn da hatten wir unser A-Springen vergeigt. Der Herr musste ja wieder die Bandenwerbung lesen und rutschte dann aus und stolperte, weil er unkonzentriert war. Im Stilspringen dann die ganze Runde im Kreuzgallop zu gehen und noch ein Hindernis zu reißen, haut die Richter nicht gerade vom Sockel....Aber er war halt sehr verunsichert, weil wir bei so einem nassen, rutschigen Boden auch schon mal gestürzt sind. Und auf die Schnelle eben mal Hufeisen organisieren, geht ja auch nicht am frühen Morgen.
Also sprang das Pony jetzt was das Zeug hielt, verkniff sich den Kreuzgallop und machte auch noch ein nettes Gesicht. Und zack, den 2. Platz, jawoll. Die Mannschaftsteilnehmer freuten sich. Aber es fehlte noch unsere zweite Springreiterin. Sie startete bei den Ponys, und es fing wirklich gut an. Dann aber kam ein Hindernis, dass ein wenig gruselig aussah und das Pony stockte und verweigerte. Danach kamen die beiden leider nicht mehr auf einen Nenner und sie schieden auf Grund weiterer Verweigerungen aus. Wir seufzten alle und waren erst Mal enttäuscht.
Es war ein sehr langer Tag. Morgens um 6.30h hatte ich Ali Baba das erste Mal auf den Anhänger gestellt, abends um 17.15h holte ich ihn nun wieder aus dem Transporter heraus, um die Siegerehrung für die Mannschaft mitzureiten. Wir sahen uns schon auf dem letzten Platz, weil uns nun eine komplette Wertnote fehlte. Mein Pony schlief dann auch prompt ein, als die ersten Mannschaften aufgerufen worden. Fehlte bloß noch, dass er angefangen hätte zu schnarchen.
Aber dann wurde unsere Mannschaft doch aufgerufen. Wir hatten noch den 6. Platz erreicht, weil unsere gemeinsame Dressur so gut gelaufen war. Ich glaube, die Mädels hatten alle viel Spaß und waren auch ein wenig stolz auf ihre Ponys und Leistungen.
Und es ist ein schönes Gefühl in der Siegerehrung zu viert nebeneinander zu reiten in der großen Gruppe. Denn beim Mannschaftsreiten kommen zur Siegerehrung alle Mannschaften mit ihren Pferden noch ein Mal zusammen und reiten die Ehrenrunde alle gemeinsam.
Aber den ganzen gestrigen Tag war ich soooooooooooooo müde. Ich werde wohl doch zu alt für so etwas. ;) Vielen Dank an meine wackern Mädels, die mit so einer ollen Reiterin zusammen reiten und immer gut drauf sind und nett und höflich sind. Super gemacht!
Freitag, 20. Juni 2014
Geister und Gespenster auf dem Reitplatz!
Pferde haben manchmal seltsame Ideen. Meine "Kleinste" Shine Bright sieht im Moment überall
Gespenster. Nachdem seit Wochen Hindernisstangen auf dem Reitplatz liegen, sind diese plötzlich gefährlich. Der Nachbar schärft in seinem Garten die Sense! Oha ist er etwa der Sensemann?
Die Strandkorbabdeckung wagt es, sich bei Wind selbständig zu bewegen, das geht gar nicht.
Mein Pferd hüpft jetzt also täglich von links nach rechts, macht Riesensätze, die wirklich für ein Pferd, das überhaupt nicht springen will, einer Olympiade würdig sind. Leider finde ich das nicht sehr entspannend, sondern denke mir so manches Mal, dass Tennis spielen eigentlich auch ein schöner Sport wäre............
Das Schönste an der Sache ist, dass die gefährlichen Sachen im Laufe der Reitstunde immer weniger gefährlich werden, denn irgendwann muss sie sich mal auf mich konzentrieren. Leider kann sie das aber noch nicht sehr lange, so dass die Dinge spätestens kurz vor Schluss sie alle wieder attackieren.
Man denkt sich dann, na ja, heute war es windig und kalt, morgen ist ein besserer Tag. Weit gefehlt, am nächsten Tag ist es brüllheiß, für einen halben Vollblüter erst recht ein Grund den wilden Max zu machen.
Nächster Gedanke: ach gestern hat es doch am Ende geklappt, sie wird sich wohl erinnern, dass alles halb so wild war. NEIN! Ich weiß nicht, ob junge Pferde schon Alzheimer haben, aber sie erinnert sich nicht.
Allerdings habe ich das vage Gefühl, dass sie sich auch gar nicht erinnern möchte.
Aber wenn ich sie einen Tag ordentlich bewege, müsste es doch am nächsten Tag besser sein. Sie wird doch ein bisschen ausgepowert sein und ihren Spiel- und Renntrieb ausgetobt haben. Na ja, vielleicht ein wenig, aber eigentlich eher nicht. Puh, junge Pferde sind manchmal wirklich anstrengend.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch schön, dass man weder Gerte noch Kraft braucht, um sie
vorwärts zu reiten. Eine Schlaftablette unter dem Sattel ist auch nicht das, was ich möchte. Und wenn sie
alleine oder mit den anderen auf der Wiese herumgallopiert, sieht es wunderschön aus. Das muss man ihr lassen.
Aber ich gebe zu, dass ich manchmal sehr blass werde auf diesem Pferd. Mit dem Alter tun nicht nur die Knochen mehr weh, wenn man herunterfällt, sondern man hat es sich im Laufe der Zeit doch gemerkt, dass ein Sturz keine schöne Sache ist.
Also jeden Tag auf ein Neues mit viel Ruhe und Geduld versuchen, das Pferd auf Kurs zu halten. Zu nett darf ich aber auch nicht sein, dann tanzt sie mir direkt auf der Nase herum. Also statt Augen zu und durch, lieber Beine zu und durch!
Siehe da, jetzt wo ich ihr mitgeteilt habe, dass ich ihr unsägliches Verhalten veröffentlichen werde, ging es heute schon viel besser. :)
Wer weiss aber, ob sie sich morgen noch daran erinnert?
Gespenster. Nachdem seit Wochen Hindernisstangen auf dem Reitplatz liegen, sind diese plötzlich gefährlich. Der Nachbar schärft in seinem Garten die Sense! Oha ist er etwa der Sensemann?
Die Strandkorbabdeckung wagt es, sich bei Wind selbständig zu bewegen, das geht gar nicht.
Mein Pferd hüpft jetzt also täglich von links nach rechts, macht Riesensätze, die wirklich für ein Pferd, das überhaupt nicht springen will, einer Olympiade würdig sind. Leider finde ich das nicht sehr entspannend, sondern denke mir so manches Mal, dass Tennis spielen eigentlich auch ein schöner Sport wäre............
Das Schönste an der Sache ist, dass die gefährlichen Sachen im Laufe der Reitstunde immer weniger gefährlich werden, denn irgendwann muss sie sich mal auf mich konzentrieren. Leider kann sie das aber noch nicht sehr lange, so dass die Dinge spätestens kurz vor Schluss sie alle wieder attackieren.
Man denkt sich dann, na ja, heute war es windig und kalt, morgen ist ein besserer Tag. Weit gefehlt, am nächsten Tag ist es brüllheiß, für einen halben Vollblüter erst recht ein Grund den wilden Max zu machen.
Nächster Gedanke: ach gestern hat es doch am Ende geklappt, sie wird sich wohl erinnern, dass alles halb so wild war. NEIN! Ich weiß nicht, ob junge Pferde schon Alzheimer haben, aber sie erinnert sich nicht.
Allerdings habe ich das vage Gefühl, dass sie sich auch gar nicht erinnern möchte.
Aber wenn ich sie einen Tag ordentlich bewege, müsste es doch am nächsten Tag besser sein. Sie wird doch ein bisschen ausgepowert sein und ihren Spiel- und Renntrieb ausgetobt haben. Na ja, vielleicht ein wenig, aber eigentlich eher nicht. Puh, junge Pferde sind manchmal wirklich anstrengend.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch schön, dass man weder Gerte noch Kraft braucht, um sie
vorwärts zu reiten. Eine Schlaftablette unter dem Sattel ist auch nicht das, was ich möchte. Und wenn sie
alleine oder mit den anderen auf der Wiese herumgallopiert, sieht es wunderschön aus. Das muss man ihr lassen.
Aber ich gebe zu, dass ich manchmal sehr blass werde auf diesem Pferd. Mit dem Alter tun nicht nur die Knochen mehr weh, wenn man herunterfällt, sondern man hat es sich im Laufe der Zeit doch gemerkt, dass ein Sturz keine schöne Sache ist.
Also jeden Tag auf ein Neues mit viel Ruhe und Geduld versuchen, das Pferd auf Kurs zu halten. Zu nett darf ich aber auch nicht sein, dann tanzt sie mir direkt auf der Nase herum. Also statt Augen zu und durch, lieber Beine zu und durch!
Siehe da, jetzt wo ich ihr mitgeteilt habe, dass ich ihr unsägliches Verhalten veröffentlichen werde, ging es heute schon viel besser. :)
Wer weiss aber, ob sie sich morgen noch daran erinnert?
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