Montag, 21. November 2016

Eine Kurzreise mit Pferd!

Ich packe in meinen Koffer.............

1 Zahnbürste und solchen Schnickschnack
1 Jeans
dicke Socken
1 Paar normale Schuhe
Bettzeug

ABER DAZU:

2 Reithosen
2 dicke Pullover
2 Paar Reitstiefel und -handschuhe
1 dicken Schal (Mütze vergessen, dafür aber die Reitkappe)

Das war der handliche Teil!

Nun dazu:

2 Schabracken
2 Trensen
Sattel
2 Abschwitzdecken
Putzzeug
Hufraspel
Halfter und mehrere Stricke
Martingal
Kraftfutter
Leckerlis
Heu
und natürlich

1 Pferd!!!

Ja, Karlsminde ist schon wieder vorbei. Das ganze Jahr habe ich mich gefreut. Einen Tag vorher noch gezittert, ob ich mitkönnte, und dann hat doch noch alles geklappt!

Ein ausführlicher Bericht folgt natürlich noch. ;)

Ich möchte mich beim Reitverein Elmshorn, bei Steffi Thoms und bei Familie Carl bedanken, dass es wieder möglich war, ein unvergessliches Wochenende in Karlsminde zu erleben!!! Vielen vielen Dank natürlich auch an Familie Hoff, die das ganze irgendwann und irgendwie in`s Leben gerufen haben.

Und dieser Wasserbüffelkopf hat mich am meisten beeindruckt. :)


 

Montag, 14. November 2016

An meine fleissigen Leser :) Der 2. Blog

Erst mal möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr immer so fleissig lest, was ich zu schreiben habe.

Der Trend geht nun natürlich zum 2.Blog. ;) Nein, um genau zu sein, ist die Homepage neu gestaltet worden, und da gibt es eben auch einen eigenen Blog.

Hier mal ein Link:

http://www.lilienhof-welsch.de/2016/10/06/tierheilkundliche-behandlungsm%C3%B6glichkeiten-von-koppenden-pferden/

Bei Interesse gerne lesen. Ich freue mich auf Kommentare.





Ansonsten ist Loulou die, die bei diesem Wetter alles richtig macht. Sie hängt an der warmen Heizung ab!!!!

Montag, 7. November 2016

Eingesperrt auf dem Reitplatz!

Samstag habe ich, obwohl es noch früh war, sehr motivierte und fröhliche Reitschüler gehabt. Shine Bright war noch müde, so dass auch sie nicht im Renn- und Erschreckmodus war.

Ali Baba zeigte ein verschlafenes Gesicht und litt arg, bis er nach der Hälfte seiner Stunde wach war. Dann galoppierte er fröhlich durch die Gegend. Wahrscheinlich erwartete er, dass er dann auch wieder schnell auf die Wiese gehen durfte.

Tja und da kam eine kleine Überraschung!

Ich wollte vom Reitplatz heruntergehen und bekam das Tor nicht auf. Ich versuchte das Metallteil, das durch die Öffnungen gesteckt wird herauszuziehen, aber irgendwie war die Kette an dem es befestigt war zu kurz. Hä????

Das konnte nicht sein. Also ging ich durch "meinen" Durchgang, wo eben nur Menschen und keine Pferde, nicht mal Shettys durchpassen hinaus und wollte von hier die Sache erledigen. Ali Baba und sein Reiter standen wir Pik Sieben auf dem Platz. Das Pony versuchte durch nachdrückliches Schubsen am Tor dieses aufzumachen und wurde ungehalten. Feierabend ist Feierabend!

Es stellte sich heraus, dass die erste Schülerin, als sie die Tür wieder zumachte die Kette verdreht hatte und der Splint zwar irgendwie durch die Schlitze hineinpasste, aber durchaus nicht wieder herauswollte.

Nachdem ich mich von meinem Lachanfall erholt hatte, schafften wir es dann mit gemeinsamem Überlegen und Ziehen, das Teil zu entfernen und das Tor zu öffnen.

Also immer hübsch drauf achten, dass die Kette, die an dem Splint befestigt ist nicht verdreht ist, da sie dadurch zu kurz wird. :)

Ali Baba hat natürlich für langes Warten ein extra Leckerli bekommen!


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Das höchste Glück der Pferde.........

...ist ein Reiter auf der Erde!

Wer kennt diesen Spruch als passionierter Reiter nicht?!?!?

Das Shine Bright den immer so wörtlich nehmen muss, gibt mir aber doch zu denken!

Nun hatte ich mit ihr gerade eine relativ entspannte Zeit verleben dürfen. Ich fand das gut und war in den letzten Wochen beim Reiten sehr entspannt.

Zu entstpannt, wie sich herausgestellt hat. Man soll eben das Pferd nicht vor dem Abend loben!!!

Montag wollte ich mit Shiny zum Reitunterricht fahren. Beim Putzen hatten wir schon eine Diskussion darüber, ob man brav stehen bleiben muss als Pferd, oder ob man gelegentlich mal den einen oder anderen Schritt Richtung Gras unternimmt.

Verladen und Fahren ging dann sehr gut. Aber dann ging es los. Beim Aussteigen stellt Madame fest, dass wir woanders geparkt hatten. Wild schnorchelnd und schnaubend tat sie ihren Unmut darüber kund.

Beim Aufsteigen musste ich leider zwei Damen bitten, von der Bank aufzustehen, auf der sie es sich bequem gemacht hatten. Aber das Pferd ist groß, und ich bin klein, also musste ich erst auf die Bank und von da auf`s Pferd. Das kennt Shine Bright, aber sie leidet ja irgendwie unter Alzheimer oder so, jedenfalls war die Bank doof und unbekannt.

Endlich oben gab es wunderbar viel zu glotzen. Eine Katze hier, ein weiterer Mensch, der auch noch auf der Bank sitzen wollte, andere Pferde, die galoppierten und so weiter.

Das Ganze ging dann noch so lange gut, bis eine Reiterin hinter mir es wagte, sich auf ihrem Pferd die Nase zu putzen.

Shiny sprang ungefähr 1,20 Meter hoch (Aha, sie kann also doch springen, interessant.) und galoppierte erst mal los. Zuschauer und Reitlehrerin wurden blass, aber mich juckte das nicht. Schließlich saß ich noch oben.

Zwei Runden später hingegen wurde es wegen der einsetzenden Dämmerung etwas schattig auf dem Reitplatz. Durch die Beleuchtung gab es also viele, nein sehr viele Schatten.

Das war zu viel für mein gutes Pferd. Sie sah von links ein Pokémon, von rechts ein Monster, von vorne ihren eigenen Schatten. Aber hinter ihr, da war nichts. Zack, umgedreht und weggaloppiert mit einem Haken nach links (oder war es rechts). Und schon landete ich im hohen Bogen im Sand.

Das Pferd ergriff die Flucht, hörte dann aber auf : "Brrrr, steh!", was wir ja auch oft genug üben.
Danach war die Reitlehrerin begeistert von meinem Sitz und der Einwirkung. Tja, die oben genannte Entspannung war einem Ungehaltensein gewichen einer mit deutlich vermehrten Körperspannung.

Nach einigen Runden, bei denen sie jedes Mal an der Stelle, wo jetzt eine Kuhle im Sand war dank des Aufpralls meines Hinterns auf dem Boden, scheute und wieder umdrehen wollte, war sie dann artig.

Reiten kann wirklich anstrengend sein.....................

Montag, 19. September 2016

Matschpaddock? Nein danke!

Seitdem wir hier wohnen, freue ich mich immer wieder, dass unser Auslauf quasi auf Sand gebaut ist.
Früher hatten wir Probleme mit den schwerden Marschböden. Natürlich wuchs da viel besseres und mehr gutes Gras, aber sobald das Schietwetter kam im Herbst, war Schluss mit lustig.

Matsch überall. Alles, was nicht irgendwie ausgekoffert und mit Schotter und Sand aufgefüllt war oder mit Platten befestigt war, war vor lauter Schlamm nur mit Gummistiefeln zu betreten. Besser wäre noch eine Wathose oder Sockenhalter an den Stiefeln gewesen, da der eine oder andere Schuh gelegentlich einfach im Modder feststeckte.

Hier ist es nun viel besser. Allerdings verbessert sich der Boden auch, dadurch dass wir den eigenen Mist kompostieren und wieder auf die Weide fahren. Die Pferde tragen auch immer etwas von dem Boden in den Auslauf, so dass hier nun auch ein wenig Gras wächst. Außerdem ist der Boden nach 7 Jahren voller "Huftritte" schon ziemlich verdichtet. Also gibt es auch hier einige Stellen, wo die Pfützen stehen.

So kam nun heute eine kleine Ladung Paddockplatten, die direkt auf den Untergrund verlegt werden kann. Nach und nach wird so immer ein kleines Stückchen mehr vom Auslauf ausgelegt und mit Sand gefüllt. Dies geschieht an den Ein- und Ausgängen vom Stall und dort, wo sich die Pferde sehr viel aufhalten.

Ich hatte es zunächst doch noch mal mit Vlies und Sand versucht. Aber der Sand wird vom Wind wegetragen und von den Pferden in den Stall mitgebracht. Das bedeutet viel Fegen und viel Sand nachkaufen.

Diese Platten brauchen tatsächlich nur so weit aufgefüllt zu werden, dass der Sand knapp darüber ist, so dass nicht mehr wegweht, als von den Pferden wieder per Pedes draufgebracht wird.

Dies gilt wahrscheinlich nicht für alle Hühs, da meine ja relativ klein und daher leichter sind. Sie haben auch keine Hufeisen normalerweise. Sie bekommen höchstens in der Sommersaison oder wenn es aus irgendeinem Grund not tut kurzzeitig Eisen aufgenagelt

Also geht es gleich mal ans Werk! Da sage noch einer, Reiten sei kein Sport....................

Hübsch verpackt, sieht nach gar nicht so viel Arbeit aus, wie es sein wird.


So soll es dann nicht aussehen! 




Sonder so! :)

Montag, 12. September 2016

Die Vitamine und Mineralstoffe

Leider ist es heutzutage unbestritten so, dass durch Monokultur, einseitige Überdüngung und interessante Züchtungen unsere Nahrung und natürlich die der Pferde und aller anderen Tiere weniger Vitamine und Mineralstoffe als früher enthält.

Also mehr essen? Tja, dann nehmen wir aber doch alle mehr zu. Auch doof! Ersatzstoffe bringen natürlich auch nur einen Teil der verlorenen Stoffe zurück, da der Körper die fehlenden Vitamine usw. besser aufnehmen kann, wenn er die Stoffe in natürlicher Nahrung vorgesetzt bekommt.

In der natürlichen Umgebung der Vitamine und Mineralien sozusagen.

Aber wie viel darf es denn sein? Tja und welche Werte sind denn richtig? Blutuntersuchungen sagen viel aus, und es gibt auch Richtwerte. Nur ändern die sich alle paar Jahre. Ständig wird geforscht, um das Leben Aller zu verbessern, aber je nachdem welche Konzerne gerade wen bezahlen, ändern sich die Werte und die Liste der "guten" und "bösen" Nahrungsmittel gewaltig.

Vielleicht sollte man sich gerade in der Pferdefütterung doch wieder auf sein Auge verlassen. Die Futtermeister großer Ställe machen das bestimmt noch so. Sie erkennen mit einem Blick, dass etwas nicht stimmt.

Hier ein trübes Auge, da ein dickes Bein, dort struppiges Fell. Auch kann man Mangelerscheinungen daran erkennen, worauf ein Pferd so richtig "wild" ist. Heute sind es diese Kräuter, morgen wird nur von jenen Gräsern gefressen, mal Schilf, mal am liebsten nur Äpfel.

Leider ist es den Tieren oft nicht möglich, selbst zu bestimmen, was gut für sie ist. Denn die Wiesen bestehen auch nur aus wenigen Grassorten und dem Müsli ists teilweise so viel Zucker beigesetzt in verschiedenen Formen, dass auch die Tiere ihre natürlichen Bedürfnisse nicht mehr erkennen, sondern nur noch wild auf Süsses sind.

Was bei den Menschen schon lange Trend ist, nämlich zurück zur Natur, könnte sich doch auch noch mehr in der Pferdefütterung durchsetzen. Bedarfsgerechte Fütterung durch Beobachtung. Selbst noch mehr Verantwortung übernehmen.

Nicht dem Tierarzt oder dem Stallbestreiber obliegt die Pflege und artgerechte Haltung, sondern dem Besitzer. Und das jeden Tag!

In diesem Sinne, gönne ich mir jetzt einen herrlich gesunden oder ungesunden tiefschwarzen Kaffee! :)


Montag, 5. September 2016

Eine Reise, die ist lustig!

Ich gehöre zu den Menschen, die dauernd ihre Pferde spazieren fahren. Sei es zum Unterricht, zum Ausritt mit Freunden oder in den Urlaub.

Derzeit habe ich das Glück zu sehen, was so während der Fahrt bei den guten Tierchen los ist. Viele Leute sagen und wissen auch, dass die Pferde einen Transport als stressig empfinden. Wie ich nun dank Kamera im Pferdebereich feststellen durfte, ist dies bei Ali Baba auch tatsächlich der Fall. Er findet den Transport stressig, sobald das Heu nicht genehm ist und ihm langweilig ist.

Dafür benutzt er ja zu gerne die Uneinsehbarkeit eines Pferdeanhängers oder Transporters als Klo. Er mag halt nicht in der Öffentlichkeit pinkeln. Hat man das gute Stück für das nächste Mal allerdings nicht perfekt gereinigt, geht er da nicht hinein.

Vielleicht ist er eine verkappte Katze, die auch niemals ein dreckiges Katzenklo benutzen würde.......Riesensauerei jedes Mal, aber nicht zu ändern.

Shine Bright hingegen, die einige Gleichgewichtsprobleme während der Fahrt hat, so dass es poltert und kracht, als würde das arme Tier umfallen (so ein Aluboden überträgt die Geräusche ganz anders, als ein Holzboden), liebt es eindeutig, gefahren zu werden.

Während der ganzen Fahrt schaut sie mit friedlichem Gesicht und tiefenentspannt die Gegend an, die sie aus dem Fenster so vorbeiflitzen sieht. Das hätte ich nicht gedacht. Sie kommt auch gar nicht auf die Idee, ihr Heu zu fressen, da sie einfach zu beschäftigt damit ist, die Aussicht zu genießen.

Und ich dachte, die arme Stute würde vor Stress ein Magengeschwür bekommen!

Sie getritt vollkommen gelassen jede Fahrt an, findet es aber natürlich viel besser, wenn Ali Baba dabei ist.

Und wieder etwas dazu gelernt! Wieso erinnert mich das nur an einen ganz bestimmten Friesen, der dann schon mal im Anhänger darauf wartet, dass Herrchen endlich mit ihm auf Reisen geht????